Cloudverträge sind erst mit längerer Laufzeit so lukrativ wie Softwarelizenzen gegen hohe Einmalbeträge. SAP hatte mit Beginn des vergangenen Jahrzehnts vor allem über milliardenschwere Zukäufe das eigene Cloudangebot gestärkt, in den vergangenen Jahren dann aber auch eigene Kernprogramme als Cloudversion angeboten. "Wir glauben, dass uns die Investitionen in die Lage versetzen, beim Umsatz künftig stärker zu wachsen, wenn die Investitionsphase vorbei ist", sagte Mucic.

Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen aus Walldorf ungeachtet aller Einschränkungen schon wieder überraschend gut abgeschnitten, den Umsatz im Vorjahresvergleich leicht und den Nettogewinn sogar deutlich um 52 Prozent gesteigert. Nachdem sich die Corona-Krise im letzten Monat des ersten Quartals weltweit deutlich auf die Wirtschaft ausgewirkt habe, sei die Geschäftstätigkeit im Laufe des zweiten Quartals wieder angezogen, hatte SAP mitgeteilt. Zu Beginn der Krise im Frühjahr war der Konzern noch auf die Kostenbremse getreten und hatte sogar die Finanzprognosen gesenkt.