• Trend Nummer 3: In-Feed Intimität

Über Care-Emojis zum Beispiel bei Facebook lassen sich Beiträge emotionaler und intimer kommentieren als zuvor. We Are Social sieht darin eine Bewegung hin zu einer humaneren Interaktion im Online-Bereich, die bislang eher gefehlt haben.   

  • Trend Nummer 4: Zuverlässige Idole

In der Krise haben Akteure wie der US-Gesundheitsexperte Dr. Anthony Fauci und viele andere Fachkräfte zahllose Follower gewonnen. Der Trend geht daher weg von oberflächlichen Idolen hin zu solchen, die wirklich etwas zu sagen haben. 

  • Trend Nummer 5: Ungebundene Plattformen

Spiele wie Fortnite oder Animal Crossing haben sich zu erfolgreichen sozialen Treffpunkten entwickelt. So entstehen nach und nach Konkurrenten für die etablierten Plattformen und die Art und Weise, wie Menschen mit Social Media umgehen, verändert sich nachhaltig.  

  • Trend Nummer 6: Open-Source Kreativität     

Social Media-Plattformen wie TikTok mit seiner Duettings-Funktion fördern die gemeinschaftliche Kreativität und ermöglichen es den Nutzern, sich nicht nur passiv, sondern aktiv zu beteiligen. Als weiteres Beispiel nennt We Are Social die britische Sängerin Charli XCX, die ihr neuestes Album gemeinsam mit ihren Fans über Zoom geschrieben hat.     

Der Social Reset 2021 

Für das Jahr 2021 sieht We Are Social eine grundlegende Veränderung der Rolle voraus, die Plattformen im Leben der Nutzer spielen werden. Diese Neubewertung ist das, was We Are Social als "Social Reset" bezeichnet. "Im Jahr 2020 ist alles, was wir kennen - von der täglichen Routine bis hin zu langfristigen Ambitionen - bis zur Unkenntlichkeit zerstört worden, und das Soziale hat dabei eine zentrale Rolle gespielt," erläutert Mobbie Nazir, Chief Strategy Office bei We Are Social.

Eine Folge dieser Entwicklung sei, dass sich die Beziehung zu den Kanälen unumkehrbar verändert hätten. Das reiche von der Abkehr von einfacher Unterhaltung zum Beispiel durch Live-Inhalte oder virtuelle Realitäten bis hin zur Art und Weise, "wie wir soziale Medien nutzen, um die tieferen sozialen Gräben zu überbrücken, die zutage getreten sind." Die Nutzer sind also dabei, ihre Social Media-Aktivitäten zu überdenken und neu aufzustellen. Nazir: "Die Aussicht auf eine soziale Neuausrichtung mag beängstigend erscheinen, aber sie hat das Spielfeld eingeebnet und stellt eine große Chance für Marken und Creators dar." Chancen, die bereits von vielen Akteuren wirksam genutzt werden, wie der Report detailliert erläutert. Dazu gehören beispielsweise die Aktivitäten von Gucci auf ungewohnten Gaming-Plattformen oder der Umgang von Gymshark mit negativen Reaktionen auf Fotos eines Plus-Size-Models bei Instagram, bei der die Sportbekleidungsmarke auf jeden einzelnen Kommentar antwortete.