Die Werbeausgaben aller Marken lag im dritten Quartal des laufenden Jahres bereits wieder über denen des identischen Vorjahresquartals. Hier betrug das Plus zuletzt 27,6 Prozent, nachdem die Ausgaben im März und April noch deutlich unter denen in den gleichen Vorjahresmonaten gelegen hatten. Der Trend kehrte sich im Mai um und verstärkte sich in den Folgemonaten. Gleichzeitig stieg der globale Cost-per-click von Juli bis September um 42,4 Prozent auf nunmehr 0,168 US Dollar. Auch Westeuropa liegt hier mit einem Anstieg von 31,3 Prozent nahezu voll im Trend. Zu den absoluten Gewinnern im Bereich der Social Media-Anzeigen gehören laut Trend Report kaum überraschend Facebook und Instagram. In Nordamerika beispielsweise stieg die Reichweite von Facebook-Werbeanzeigen im dritten Quartal im Vergleich zum Q3 2019 um knapp 134 Prozent und in Westeuropa immerhin um 31,3 Prozent. Ein interessantes Detail: Im Vergleich zu Facebook generiert Instagram 22-mal mehr Interaktionen und die Publikumsgröße der 50 größten Markenprofile ist auf Instagram um 34,7 Prozent größer als auf Facebook. 

Werbespendings für Hotels und andere Unterkünfte bleiben im Keller.

Problemfeld Influencer Marketing

Als problematisch siegt Socialbakers die Situation im Influencer Marketing an. Hier sind die Ausgaben im Herbst des Vorjahres in der Vorbereitung auf die Weihnachtssaison deutlich angestiegen, doch im laufenden Jahr blieb dieser positive Effekt bislang aus. Socialbakers sieht das kommende Quartal daher als entscheidend für die nähere Zukunft des Influencer Marketings. Derzeit lässt sich allerdings noch keine Aussage darüber treffen, ob das Problem beim Influencer Marketing gänzlich auf die Corona-Krise zurückzuführen ist, oder ob sich die Marketing-Strategien generell geändert haben und das Influencer Marketing aus diesem Grund an Bedeutung verliert.


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