Kernzielgruppe von Jodel sind Studenten zwischen 18 und 26 Jahren. Studenten machen etwa 70 Prozent der Nutzer aus, der Rest sind Young Professionals und Akademiker. Twitter und Facebook sieht Borgmeyer nicht als direkte Konkurrenten an, eher lokale Apps wie Nebenan.de oder Tinder. "Unser Angebot ist eher komplementär dazu."

Kürzlich hat das Unternehmen erstmals Werbekampagnen im Bilder-Feed der App durchgeführt, die sich nahtlos in Form und Inhalt der App eingliedern. Als ersten Werbepartner holte sich Jodel mit Spotify, in Kooperation mit Universal McCann, den ersten globalen Player an Bord.

Auch mit Sky Deutschland wurde in Zusammenarbeit mit Varifast und Mediacom eine erste Kampagne gestartet. Wer bei Jodel als Werbekunde einsteigen will, kann das ab 10.000 Euro aufwärts tun. 

"In Zukunft wollen wir besonders die hyperlokale Reichweite für jedermann zugänglich machen, ob Nutzer deren Schildkröte ausgebüchst ist, als auch für regionale Unternehmen wie dem Dönerverkäufer von nebenan. Hier haben wir wesentlich mehr Reichweite als konkurrierende Formate wie lokale Apps oder Tageszeitungen, Radio oder Litfaßsäulen. Daher blicken wir sehr positiv in eine unabhängige Zukunft, um unseren Nutzern weltweit ein besseres Jodeln zu ermöglichen", sagt Tim Schmitz, COO von Jodel.

"Für mich sind kleine, lokale Werbe-Deals die Zukunft auf mobilen Endgeräten", sagt CEO Alessio Avellan Borgmeyer. In Zukunft werden nur Anzeigen zugelassen, die Jodels Community einen direkten Mehrwert bieten oder der Community helfen. Auch sollen nur wenige Werbeanzeigen auf der Plattform ausgestrahlt werden, sodass ein Nutzer maximal eine Anzeige am Tag sieht. Zum Ende des Jahres sind dann auch die kompletten Mediadaten verfügbar.

So sehen die Spotify-Anzeigen aus:

Jodel

am/mit dpa


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".