UM gibt Werbungtreibenden daher den Tipp, sich nach den spezifischen Grundbedürfnissen der Konsumenten zu richten. Als Grundbedürfnisse identifiziert Wave 7: Beziehung, Unterhaltung, Selbstverwirklichung, Anerkennung und Lernen. Um diese zu befriedigen, setzen verschiedene Personen unterschiedliche Endgeräte ein und nutzen je eigene mediale Angebote, so die Studie. Darauf sollten Marken reagieren.

Von Consumer Electronics erwarten die Nutzer demnach eher Unterhaltungs- und Entspannungformate, von der Finanzbranche dagegen den Expertenrat – was für ein Forum sprechen würde.

Je nach Herkunft haben die Nutzer aber auch andere Motivationen, unterschiedliche Plattformen zu nutzen. Ein Beispiel: Deutsche Mitglieder bei sozialen Netzwerken tummeln sich dort vor allem zur Beziehungspflege, wogegen in den USA oder Großbritannien die User in erster Linie Unterhaltung suchen.

Ein weiteres Ergebnis der Wave7 ist die Hinwendung der Nutzer zu Bildern und Videos. Damit dürften Plattformen wie Instagram, Tumblr und Pinterest einen weiteren Aufwind erleben – auch in Deutschland.

UM misst seit 2006 in der Studie Wave das Ausmaß und den Einfluss von Social Media rund um die Welt. An der aktuellen Erhebung nahmen 48.945 aktive Internetnutzer im Alter von 16 bis 54 Jahren in 65 Ländern teil. Aus Deutschland stammen 1.010 Teilnehmer.

Die Ergebnisse hat UM in einem interaktiven Wave Atlas veröffentlicht. Mit ihm können individuelle Auswertungen nach Ländern und Branchen gemacht werden und Vergleiche zu früheren Studien angestellt werden. Eine weitere Präsentation der Ergebnisse findet am 18. Februar 2014 um 15 Uhr in Kooperation mit dem Social-TV-Sender Joiz statt. 


Autor:

Franziska Mozart
Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.