Erstmals zu sehen: So stellen sich Apple und Google die grundsätzliche Oberfläche der Corona-Tracing-App vor.

Erstmals zu sehen: So stellen sich Apple und Google die grundsätzliche Oberfläche der Corona-Tracing-App vor.

Zoom-Konkurrent Google Meet: Jetzt auch in Gmail

Google treibt seine Videochat-Lösung Meet weiter voran. Nachdem der Konkurrent von Zoom, Skype und Microsoft Teams seit letzter Woche kostenlos zur Verfügung steht, ist das Programm nun auch direkt aus Gmail heraus nutzbar. Erste Verwender von Googles Mailprogramm sehen in Gmail bereits einen Link, mit dem sich Meet starten lässt. Diese Möglichkeit sollen nun nach und nach alle Gmail-Kunden erhalten. Bis vor Kurzem war Meet nur als kostenpflichtiger Bestandteil der G Suite für Firmenkunden und für den Bildungsbereich nutzbar. Nun kann jeder Inhaber eines Google-Kontos per Meet mit bis zu 100 Personen gleichzeitig videochatten.

Die Beschränkung auf registrierte Google-Kunden ist laut The Verge eine der Maßnahmen, die in Meet ähnliche Sicherheitsprobleme wie in Zoom verhindern sollen. Zudem ist es bei Googles Videochat nicht möglich, sich einfach nur über eine Festnetz-Telefonnummer in einen Chat einzuwählen. Und Personen ohne Einladung landen zunächst in einem virtuellen Warteraum, bis sie vom Veranstalter des Chats hineingebeten werden. Laut Google kommt Meet bereits jetzt auf mehr als 100 Millionen tägliche Nutzer. Der Zickzack-Kurs des US-Konzerns mit seinem Chatprogramm, das zuletzt noch Hangouts Meet hieß, verhinderte bisher einen noch größeren Erfolg.

Googles Videochat Meet soll dank Gmail-Integration nun den Geschmack von mehr Nutzern treffen.

Googles Videochat Meet soll dank Gmail-Integration nun den Geschmack von mehr Nutzern treffen.

Neues MacBook Pro: Apples Tastatur-Alptraum ist vorbei

Nicht nur das US-Magazin Gizmodo atmet auf und jubelt: "Der Alptraum ist vorbei." Auch Millionen von Apple-Fans in aller Welt können sich freuen. Denn fünf Jahre nach der Einführung der unseligen Butterfly-Tastatur in den MacBooks ist das Verdruss-Keyboard nun endgültig Geschichte und wird nicht mehr produziert. Nachdem bereits das 16 Zoll große MacBook Pro und zuletzt auch das kleine MacBook Air eine neue und deutlich verbesserte Tastatur erhalten haben, die nicht mehr laut klappert und die für ein gutes Schreibgefühl sorgt, hat Apple die Butterfly-Tastatur jetzt final beerdigt. Denn mit dem gestern vorgestellten runderneuerten MacBook Pro in 13 Zoll bieten nun wieder alle Mac-Laptops eine Tipp-Top-Tastatur.

Apples damaliger Design-Guru Jonathan Ive hatte das Butterfly-Keyboard 2015 eingeführt, um die MacBooks nochmals dünner bauen zu können. Trotz mehrfacher Revisionen waren die Grundprobleme des Klapperns, des zu harten Anschlags und der Fehleranfälligkeit nicht zu lösen. Nach Ives Abgang war Apple Ende 2019 zur alten Lösung mit Scheren-Mechanismus zurückgekehrt, die es nun "Magic Keyboard" nennt. Das aufgefrischte 13-Zoll-MacBook Pro bietet Intels neue Prozessoren der 10. Generation. Apple verspricht bis zu 80 Prozent schnellere Grafik und hat den SSD-Speicher in allen Konfigurationen ohne Mehrpreis verdoppelt. Vernünftige 256 GB sind damit nun die Mindestausstattung. Die Preise starten bei 1.499 Euro. Zum Vergleich: MacBook Air 1.199 Euro, MacBook Pro mit 16 Zoll 2.699 Euro.

Tipp topp: Auch das MacBook Pro mit 13 Zoll bietet nun das neue „Magic Keyboard“.

Tipp topp: Auch das MacBook Pro mit 13 Zoll bietet nun das neue „Magic Keyboard“.

Fortnite: Neuer Party-Modus, aber keine WM 2020

Fortnite gibt’s nun auch für pazifistische Videospieler, die beim Zocken nicht unbedingt kämpfen und schießen wollen. Denn Entwickler Epic Games hat im beliebtesten Actionspiel der letzten Jahre den neuen und gewaltfreien Modus „Party Royale“ gestartet, dem ausgerechnet die bisherigen Kernelemente von "Fortnite Battle Royale" fehlen: Waffen und Bauen. Stattdessen können die Spieler auf einer eigenen kleinen Freizeit-Insel abhängen und friedlich miteinander Spaß haben. Epic will sein zuletzt leicht kriselndes Paradespiel laut The Verge gerade in Corona-Zeiten als Ort etablieren, an dem die Fans miteinander ausgehen und sich zumindest virtuell treffen können.

Die Party-Insel bietet einen Strand, Fast-Food-Läden, Spaßstrecken zum Autofahren, Spielhallen, einen Fußballplatz, einen Music-Club und ein Kino – sowie Telefonzellen, in denen sich die Spieler umziehen können. An Automaten lassen sich Bonus-Gegenstände kaufen – aber keine Waffen. Hier sollen künftig auch Konzerte und Veranstaltungen mit echten Stars stattfinden. Der "Party Royale"-Modus, den Epic nun nach und nach ausbauen will, dürfte viele Gelegenheitsspieler zu Fortnite locken. Für Hardcore-Fans gibt es dagegen schlechte Nachrichten: Wegen Corona ist die erst letztes Jahr gestartete Fortnite-Weltmeisterschaft für 2020 endgültig abgesagt. Laut Epic Games ist eine Vor-Ort-Veranstaltung wie letztes Jahr in New York derzeit nicht machbar. Zudem seien die Internet-Leitungen momentan weltweit nicht schnell und stabil genug für eine Fortnite-WM.

Hier fliegt der Party-Bus! Fortnite Battle Royale bietet nun auch eine gewaltfreie Variante.

Hier fliegt der Party-Bus! Fortnite Battle Royale bietet nun auch eine gewaltfreie Variante.

Room Rater: Wohnzimmer-Check für Skype-Promis

Nicht nur "Normalos" in aller Welt videochatten derzeit, weil reale Treffen vielfach immer noch gefährlich oder unmöglich sind. Auch zahllose Promis skypen oder zoomen aus ihren Wohnzimmern. Der Twitter-Account Room Rater springt auf den Zug auf und bewertet die Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Hintergrundbilder von prominenten Videochattern auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten. Frage: Wer plaudert und wohnt am nobelsten oder am coolsten?

Neben Boeing-CEO Dave Calhoun ("Hübsches Holz"), Watergate-Enthüller Carl Bernstein ("Wohnung könnte Farbe brauchen") oder Star-Wars-Legende Mark Hamill ("Das Licht ist stark bei ihm") nahmen die Macher von "Room Rater" auch die Behausung von David Hasselhoff unter die Lupe. Ihr Urteil zur Sammlung von goldenen Schallplatten, die beim Vater der deutschen Einheit an der Wand hängen: "Er ist in Deutschland populärer, als wir alle wussten. Hat den kalten Krieg gewonnen. 7/10."

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Autor:

Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.