Bester Speaker der Welt erneuert

Experten schwören bei Speakern auf die französische High-End-Audiomarke Devialet. Die futuristischen Lautsprecher gelten vielen als bester Speaker der Welt. Jetzt hat das Unternehmen seine Serie "Phantom" erneuert, dabei aber die glatte, kugelförmige Oberfläche beibehalten, die schon immer für Staunen gesorgt hat. Die neue Generation, von Fans der Marke sehnsüchtig erwartet, bietet eine verbesserte Single-Chip-Audioverarbeitung, HBI-Technologie für besonders knackigen Bass sowie – ganz wichtig – Streaming-Unterstützung für Apple AirPlay2, um Musik, Podcasts und Hörbücher direkt vom iPhone oder iPad auf den Devialet übertragen zu können. Auch Spotify Connect wird unterstützt. Der Phantom I ist in den Farboptionen Mattschwarz oder Glänzendweiß/Roségold erhältlich.   

Der Preis für den luxuriösen Multiroomspeaker liegt bei 1890 Euro. Bestellen lässt er sich mit bis zu 1100 Watt Wumms ab sofort.

Cyberpunk-Entwickler im großen Stil gehackt

Als hätte Entwickler CD Projekt nicht schon genug Ärger wegen der zahllosen Bugs im Hype-Game Cyberpunk 2077! Zuletzt flog das Spiel aufgrund der Fehler-Lawine sogar aus dem PlayStation-Store von Sony. Jetzt wurde das polnische Studio auch noch gehackt. Die Entwickler berichten auf ihrem Twitter-Account über die Ransomware-Attacke, ein Unbekannter sei ins interne Netzwerk eingedrungen und habe Daten entwendet. Die Betrüger sicherten sich durch den Einbruch in die internen Channels 1:1-Kopien der Quellcodes von Cyberpunk 2077, Gwent und Witcher 3 (noch in der Entwicklung). Außerdem betroffen: Dokumente aus Buchhaltung, Verwaltung sowie Adressbücher von Investoren. Die Angreifer wollen die Firma nun offenbar finanziell erpressen. Sie drohen mit einem Leak oder Verkauf der Quellcodes und der entwendeten Daten. Das Studio ist nicht bereit, Geld für die Rückgabe zu zahlen und erklärt, man werde "nicht auf die Forderungen eingehen". Notfalls müsse das Studio damit leben, dass sämtliche Inhalte öffentlich gemacht werden. Die Polizei wurde informiert und das interne Datensystem vor weiteren Attacken gesichert.

Tinder im Museum

Diese App funktioniert nicht nur nachts im Museum: "Mein Objekt" ist eine neue, in der Entwicklung befindliche Anwendung, die es ermöglichen soll, dass Museumsbesucher und Kunstobjekte im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe in einen Dialog treten. Dazu wird durch 80 Gegenstände gewischt. Was nicht interessiert, wird wie bei einer bekannten Dating-App einfach weggeswipt. "Das ist wie Tinder für Museumsobjekte", schwärmt Direktor Eckart Köhne. Offiziell gelauncht wird die App, wenn die Museen wieder öffnen können. Entwickelt wird "Mein Objekt" von der Stiftung Humboldt Forum mit der HUI GmbH der Humboldt Universität zu Berlin als Auftragnehmerin. "Mein Objekt" sei nur ein Arbeitstitel, erklärt Köhne. Die Dialoge haben Kuratoren und Bürger gestaltet. Johannes Bernhardt, Digital-Manager des Museums, verspricht eine zeitgemäße museale Digitalisierung: "Die Gespräche haben mehr Inhalt als auf den Tafeln steht. Man soll sich mit den Stücken selbst auseinandersetzen." Auch der Datenschutz ist eine Herzensangelegenheit. Direktor Köhne erklärt: "What happens in the museum, stays in the museum." Und generell ist es mit der App wie im richtigen Leben bei Tinder: "Nicht alle Museumsobjekte haben Interesse an einem Chat." Schließlich funktioniert in der Realität auch nicht jedes Tinder-Date.

Damit wünsche ich einen liebevollen Mittwoch. Morgen schreibt an dieser Stelle wieder Jörg Heinrich Technik-News mit Herz.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.