Bluescreen mal anders: Mit diesem Hinweis mahnt Microsoft Windows-7-Nutzer jetzt täglich zum Umstieg auf Windows 8.1 oder 10.

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Amazon: RBB kritisiert Verpackungswahnsinn

So gut wie jeder, der bei Amazon einkauft, kennt das Phänomen: Zuhause kommt ein riesiges Paket an – mit winzigem Inhalt. Der Berlin-Brandenburger Fernsehsender RBB hat seine Zuschauer dazu aufgefordert, ihm Beispiele für diesen Verpackungswahnsinn zuzusenden. Eines der vielen Fotos zeigt einen riesigen Karton mit einem Scheibenwischer, der mit 75 Metern (!) Füllmaterial umwickelt war. Auch handliche kleine Fernbedienungen, Medikamente oder Flaschenputzer liefert Amazon demnach gerne in unhandlichen und umweltlastenden Großkartons. Fazit des RBB: "Pappe, die wütend macht".

Nach einer Anfrage des Senders verriet Amazon, dass es für den Großteil seiner Lieferungen aus 30 Packungsgrößen auswählt. Welcher Karton optimal passt, bestimmt demnach ein Algorithmus. Scheibenwischer sind dabei einer der Sonderfälle. Grund: "Es ist nicht möglich, Scheibenwischer ohne gesonderte Verpackung zu verschicken, da die Originalverpackung zu schmal ist, um das Versandlabel aufzudrucken." Der Berliner Verpackungsspezialist FaPack hat dem RBB verraten, warum Onlinehändler oft viel zu große und unpassende Kartons verwenden: "Wenn der Verpacker zu lange Zeit hat, sich zu überlegen, welche Größe er nimmt, ist das teurer als die größte Schachtel." Laut Umweltbundesamt produziert jeder Deutsche pro Jahr rund 100 Kilo Verpackungsmüll.

Ach, sind die niedlich! Winzige Scheibenwischer in riesigem Amazon-Karton.

Ach, sind die niedlich! Winzige Scheibenwischer in riesigem Amazon-Karton.

Erschreckend: Neue Gesichtserkennung mit drei Milliarden Fotos

Die Chicago Tribune befürchtet bereits "das Ende der Privatsphäre, wie wir sie heute kennen". Grund für den Datenschutz-Großalarm: Die bisher kaum bekannte US-Firma Clearview hat nach eigenen Angaben drei Milliarden öffentlich zugängliche Fotos von Menschen aus Netzwerken wie Facebook oder YouTube in einer Datenbank gespeichert und mit Nutzerdaten verknüpft. Mittlerweile hat Clearview diese gigantische Sammlung offenbar mehr als 600 Behörden angeboten, die die Daten nutzen können, um per Gesichtserkennung klare Sicht auf hunderte Millionen von Menschen zu erhalten. Das berichtet die New York Times.

Personen, deren Gesichter in der Datenbank auftauchen, lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren, sobald sie in der Öffentlichkeit von Überwachungskameras erfasst werden. "Unsere Technik hilft, die schwersten Verbrechen aufzuklären" wirbt Clearview auf seiner Website – und zitiert kanadische Ermittler, die mit Hilfe der Datenbank offenbar binnen eineinhalb Wochen acht Sexualverbrechen aufgeklärt haben. Das US-Startup, dessen Gründung von Star-Investor Peter Thiel unterstützt wurde, will zudem eine Brille mit Gesichtserkennung entwickelt haben. Das Unternehmen des 31-Jährigen US-Australiers Hoan Ton-That plant derzeit aber wohl nicht, die Hardware auf den Markt zu bringen. Erste US-Politiker wie der demokratische Senator Ron Wyden zeigen sich angesichts der gigantischen Gesichtersammlung bereits beunruhigt.

Klare Sicht auf hunderte Millionen Menschen – das will die Gesichtserkennung Clearview ermöglichen.

Klare Sicht auf hunderte Millionen Menschen – das will die Gesichtserkennung Clearview ermöglichen.

AirPods Pro: Geräuschunterdrückung kaputt

Seit die AirPods Pro Ende Oktober auf den Markt kamen, fasziniert die Geräuschunterdrückung der Apple-Ohrstöpsel die Nutzer. Das System filtert gleichbleibende Hintergrundgeräusche wie Verkehrslärm oder Flugzeugtriebwerke sehr effektiv aus und ermöglicht damit ungestörten Musikgenuss. Nun hat Apple das beste Feature der Edel-AirPods laut The Verge aber womöglich selbst ruiniert – zumindest vorerst. Nach dem jüngsten Firmware-Update auf Version 2C54 beklagen sich viele Nutzer, dass die Geräuschunterdrückung nicht mehr so gut funktioniert wie zuvor.

"Ich bin froh, dass ich mir das nicht nur eingebildet habe", schreibt ein Reddit-Nutzer, nachdem sich die Beschwerden nun häuften. Apple hat Firmware 2C54 zuletzt aus unbekannten Gründen zurückgezogen. Das Problem soll grundsätzlich aber bereits seit den ersten Aktualisierungen der AirPods Pro im November bestehen. Dass Apple und andere Hersteller ihre Hardware durch Updates verschlimmbessern, kommt immer wieder vor. Zuletzt waren auch Kopfhörer von Bose und Sony betroffen. Besitzer der AirPods Pro hoffen nun auf ein weiteres Update, dass das Problem löst. Wehren können sich Nutzer der Ohrstöpsel gegen Firmware-Aktualisierungen nicht, Apple installiert sie automatisch.

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Oscars 2020: (Fast) alle Filme schon illegal im Netz

Am 9. Februar werden in Los Angeles die diesjährigen Oscars vergeben. Wer es darauf anlegt – ohne Rücksicht auf Copyright und die Sicherheit seiner Hardware – kann nun so gut wie alle nominierten Filme streamen. Nachdem die Filmpiraten Hive-CM8 ihre Nutzer Ende Dezember dazu aufgefordert hatten, ihnen geleakte Oscar-Kandidaten zukommen zu lassen, zeigt der Appell nun offenbar Erfolg. Zuletzt tauchten laut TorrentFreak innerhalb eines Tages gleich sechs weitere nominierte Filme in den einschlägigen illegalen Tauschbörsen auf, darunter auch der Golden-Globe-Gewinner "1917". In dieser Häufigkeit ist es noch nie zu Oscar-Lecks gekommen.

Eine der Hauptquellen für CM8 sind dabei die Vorab-DVDs, die Mitglieder der Oscar-Jury erhalten – und die diese sogenannten "Screener" (gegen Geld und gute Worte?) offenbar freizügig an die Piraten weitergeben. Nur bei einem Film war die Macht bisher nicht mit den Hollywood-Hackern. Das neueste Star-Wars-Epos "Der Aufstieg Skywalkers" fehlt in qualitativ hochwertiger Version nach wie vor in den Tauschbörsen. Hier zeigen Disneys massive Sicherheitsvorkehrungen Wirkung.

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Autor:

Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.