Familie, Freunde und Besucher würden sich das offene Netz in der Hausgemeinschaft teilen. Dies beeindruckte die Richter nicht, die die IP-Adresse der angeblichen Täterin vom Provider erhalten hatten, welcher IP-Adressen generell eine Woche speichert. Die Adresse führte zu der 70-Jährigen, der Mutter eines Freifunkers. Die Frau konnte nicht wie gefordert beweisen, dass sie die illegalen Dateien nicht im Netz getauscht hatte. Diese "Darlegungslast" wird von Rechtsexperten kritisiert. Sie bevorteile den Kläger, der vor Gericht keine Tatsachen vortragen müsse, berichtet Heise.

Eigentlich dürfen die Inhaber von Urheberrechten weder Abmahnungen noch Schadenersatzforderungen aussprechen, sondern nach wiederholten Verstößen gegen das Copyright nur – auf eigene Kosten – Websperren einrichten. Dennoch finden sich immer wieder Richter, die das laut Bundesregierung "nur bedingt rechtssichere" Gesetz anders interpretieren. Unklar ist noch, ob die "seelisch belastete" 70-Jährige in Berufung geht.

Selbst wenn eine Oma im WLAN nur über Festnetz telefoniert, muss sie blechen.

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Nach Floyds Tötung: Yelp unterstützt Black Community

Angesichts der aktuellen Ereignisse um George Floyds Tod hat das Restaurant- und Nightlife-Bewertungsportal Yelp zwei Initiativen gestartet. Neben einer Spende der Yelp Foundation in Höhe von 500.000 Dollar an soziale Organisationen will Yelp die Black Community auch ideell unterstützen. Motto: "We see you. We support you." Nutzer von Yelp werden in Zukunft die Möglichkeit erhalten, nach Geschäften zu suchen, die von Schwarzen geführt werden, erklärte CEO und Co-Founder Jeremy Stoppelman.

Das ist eine Reaktion auf aktuell starke Suchanfragen nach eben diesen Lokalitäten, um Solidarität zu zeigen. Gleichzeitig kündigte Yelp an, derzeit seien die Belastungen für Mitarbeiter, auch im privaten Umfeld, angesichts der angespannten Lage in den USA sehr hoch. Daher gestatte man betroffenen Angestellten, in diesem Monat zusätzliche bezahlte freie Tage zu nehmen, wenn diese es wünschten.

Mit diesem Logo unterstützt Yelp in Zukunft speziell schwarze Geschäftsinhaber und deren Business.

Mit diesem Logo unterstützt Yelp in Zukunft speziell schwarze Geschäftsinhaber und deren Business.

Norimaki Synthesizer: Lecker essen mit 0 Kalorien

Schöne neue Essenswelt: In Zukunft könnten User eine Art Display nicht nur für Smartphones und Tablets nutzen, sondern Essen schmecken und kalorienlos ablecken. Daran arbeiten die Forscher der japanischen Universität von Meiji. "Der Bildschirm für die Zunge", Norimaki Synthesizer genannt, soll laut ACM Digital Library jeden Geschmack simulieren. Mit Hilfe von Gel soll der User dann alles schmecken können: von süß über salzig bis zu bitter. So soll die elektrische Stange selbst Kaugummi und Sushi erkennen – und anschließend wird das Essen auch noch zubereitet. Angeblich ganz ohne Kalorien.

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Das ultimative Bett für Gamer

Im Bett bleiben, den ganzen Tag zocken: Kein Problem mit dem neuen ultimativen Gaming Bed des japanischen Möbelbauers Bauhutte, das sich jetzt endlich bestellen lässt. Die Spielematratze für den Dauer-Zocker integriert Bildschirme, Schränke für Gaming-Peripheriegeräte und sogar Fächer für Lebensmittel (Chips, Erdnussflips, Cola, bloß kein Obst...). An der Bettkante ist ein Tisch montiert. Darauf können neben zwei Monitoren auch Speaker und Konsolen abgestellt werden. Für den dritten Monitor existiert eine Displayhalterung direkt über dem Kopf. Für 1177 Dollar (umgerechnet 1045 Euro) muss man nie wieder aufstehen, um den Schreibtisch zu erreichen. Außer, ein Toilettenbesuch wird nötig. Ideal für Noobs, äh Nerds.

Und damit wünsche ich einen abgezockten Dienstag. Bis morgen bei TechTäglich, dann mit meinem hellwachen Kollegen Jörg Heinrich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.