3D-Anzeigen in der neuen S-Klasse: Mercedes lässt sich von Nintendo inspirieren.

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So sieht die Welt durch die Apple-Datenbrille aus

In ein bis zwei Jahren könnte Apples Datenbrille "Glass" auf den Markt kommen. Um die Technik ranken sich schon jetzt jede Menge Gerüchte. Und so wirklich kann sich bisher niemand vorstellen, wie es sich im Alltag anfühlt, so eine Brille auf der Nase zu tragen. Designer Ben Geskin, der immer wieder mit spektakulären Apple-Prototypen für Furore sorgt, will das jetzt ändern. Er hat ein Video produziert, mit dem wir vorab erstmals einen Blick durch die "Apple Glass" werfen können – so wie sich Geskin die Nutzung vorstellt.

Das Konzeptvideo zeigt, wie die Augmented-Reality-Brille die reale Welt, die der Nutzer sieht, durch Zusatzinformationen ergänzt. Die Einblendungen sind meist als transparente Kärtchen dargestellt, die wie virtuelle Post-its wirken. Sie sind klar zu erkennen, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. So bleibt der normale Blick durch die Brille ungestört. Geskin geht davon aus, dass solche Einblendungen nicht zu abrupt und dominant auftauchen dürfen. Sonst könnten sie den Brillenträger erschrecken, zu stark ablenken, oder ihm könnte sogar schwindlig werden. Nützliche Zusatzinformationen wie der Ladezustand eines iPhones ergänzen das virtuelle Bild.

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Fortnite-Superstar: Millionen-Poker um Ninja

Dieser Transfer-Poker erinnert an Fußball-Superstars wie Leroy Sané. Erst im letzten Sommer war Tyler "Ninja" Blevins, der berühmteste Fortnite-Spieler der Welt, zu Microsofts Streaming-Plattform Mixer gewechselt. Für einen mehrjährigen Vertrag soll der heute 29-Jährige bis zu 30 Millionen Dollar kassiert haben. Nun hat Mixer mangels Erfolg den Betrieb eingestellt – und der grünhaarige Ninja ist quasi auf der Suche nach einem neuen Verein. Bei YouTube hat er jetzt eine Art Probetraining absolviert.

Bis zu 160.000 Fans schauten zu, wie Ninja erstmals auf YouTube live "Fortnite Battle Royale" spielte. "Wir freuen uns über jeden Content von ihm" erklärte YouTube-Sprecherin Talia Yates. Einen Vertrag mit der Google-Tochter soll der US-Amerikaner laut New York Times allerdings noch nicht abgeschlossen haben. Hier läuft hinter den Kulissen offenbar ein Millionen-Poker von YouTube, Twitch und Facebook Gaming mit Blevins, der nach eigenen Angaben über 500.000 Dollar pro Monat mit dem Streamen verdient. Seine Fans betteln in den sozialen Medien: "Bitte komm heim zu Twitch!" Bei der Amazon-Plattform, die er 2019 verlassen hatte, warten 14 Millionen Follower auf die Rückkehr ihres Star-Streamers.

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Tinder: Erster Blick auf den neuen Videochat

Sozial distanziert flirten – das funktioniert am besten per Videochat. Tinder hatte schon vor Längerem angekündigt, diesen Service in seine App zu integrieren. Nun ist die neue Funktion da, die Tinder "Face to Face" nennt. Das Unternehmen startet zunächst mit einem Test in 13 Ländern, darunter vier US-Bundesstaaten, Australien, Brasilien und Frankreich. Tinder will zunächst Erfahrungen sammeln, wie stabil die Technik läuft, und wie die Nutzer mit der Neuerung umgehen, bevor es die Videochats in größerem Maßstab anbietet. „Face to Face“ unterscheidet sich teilweise stark von der Konkurrenz. Um einen Videochat zu starten, müssen zunächst beide Teilnehmer zustimmen. Außerdem müssen sie sich in einem Menü verpflichten, den Chat frei von sexuellen Inhalten, Hass- oder Gewaltbotschaften zu halten.

Auf dem Bildschirm sind dann beide Teilnehmer gleich groß zu sehen. "Wir haben diesen geteilten Bildschirm absichtlich so gestaltet, damit Sie genau wissen, wie Sie auf dem Smartphone des anderen aussehen, und damit Sie sich etwas wohler fühlen können", erklärt Tinder-Managerin Bernadette Morgan gegenüber The Verge. Nach Ende des Gesprächs können beide Teilnehmer angeben, ob sie mit ihrem Flirt-Partner weitere Videochats führen wollen. Außerdem gibt es eine Meldefunktion für Belästigungen. Tinder will ein Aufzeichnen der Videochats möglichst verhindern, um späteren Erpressungen oder anderem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben. Auf Android lässt sich so eine Sperre relativ leicht realisieren. Unter iOS scheint das dagegen noch nicht zu klappen.

Beide Teilnehmer gleich groß untereinander – so sieht Tinders neues „Face to Face“ aus.

Beide Teilnehmer gleich groß untereinander – so sieht Tinders neues „Face to Face“ aus.

Zu nackt, zu sexy: Facebook löscht Baby-Eulen

Soll noch einer sagen, dass die Kontrollmechanismen von Facebook nicht funktionieren. Das Zuckerberg-Netzwerk sperrte jetzt die Webcam-Bilder des englischen Rentners Graham Moss. Er hatte die Aufzucht von zwei (nackten!) Baby-Eulen live auf Facebook übertragen, die sich aneinander kuschelten (!). Innerhalb von 48 Stunden wurde die Webcam zweimal blockiert. Gegenüber der BBC erklärte Züchter Moss: „Statt meiner Eulen habe ich nur noch eine Nachricht gesehen, dass der Stream Gemeinschaftsstandards für Nacktheit und sexuelle Aktivitäten verletzt hat. Das ist doch lächerlich.“

Mittlerweile läuft die Webcam wieder. Doch auf eine Antwort von Facebook, welche Probleme das keusche Netzwerk mit Vögeln hat, wartet Rentner Moss bisher vergeblich. Nackte Turmfalken gehen dagegen offenbar in Ordnung. Diese zweite Webcam des Tierzüchters aus Doncaster zensierte Facebook bisher nicht.

Nackte Eulen, die auch noch kuscheln – bei solchen schamlosen Bildern greift Facebook ein.

Nackte Eulen, die auch noch kuscheln – bei solchen schamlosen Bildern greift Facebook ein.



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.