In Deutschland und Österreich stehen laut Google-Blogeintrag DuckDuckGo, GMX und Info.com als Google-Alternativen zur Auswahl. In anderen Ländern kommen unter anderem Yandex aus Russland, Qwant aus Frankreich und der US-Datenschutzbrowser PrivacyWall zum Zug. Großer Verlierer ist Bing, das nur in Großbritannien angeboten wird. An anderen Ländern hatte Microsoft offenbar kein größeres Interesse. Bereits im Juni will Google die Auswahl neu zusammenstellen. Für britische Nutzer dürfte die Anzeige der Google-Alternativen nach dem Brexit ohnehin entfallen.

Welche Suche hätten’s denn gern? Google muss Android-Nutzern künftig in einem "Choice Screen" Alternativen anzeigen.

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Panasonic: Schweißerbrille für VR

Klobige Datenbrillen wie die Oculus Rift haben in den letzten Jahren allenfalls Technik-Nerds begeistert. Das breite Publikum hat offenbar wenig Lust, mit unförmigen Sehhilfen im Skibrillen-Design in virtuelle Welten aufzubrechen. Panasonic zeigt nun, dass es künftig auch anders geht. Die Japaner haben eine deutlich kleinere, bequemere VR-Brille vorgestellt, die eher an eine High-Tech-Schweißerbrille erinnert. "Sie soll sich so komfortabel anfühlen, als ob die Nutzer eine ganz normale Brille tragen", heißt es in einer Mitteilung von Panasonic.

Trotzdem bietet die Brille, für deren Prototyp der Hersteller bisher noch nicht einmal einen Namen gefunden hat, 4K-Auflösung und erstmals bei einer VR-Brille auch HDR. Das soll künstliche Welten kontraststärker und realistischer erscheinen lassen. Die VR-Schweißerbrille benötigt im Gegensatz zu Rift & Co. nicht einmal ein Kopfband, sondern lässt sich mit normalen Brillenbügeln tragen. In einem ersten Hands-on fällt The Verge auf, dass der Blickwinkel gegenüber bisherigen VR-Brillen etwas eingeschränkter wirkt, und dass die Konstruktion beim Tragen zum Kippen nach vorne neigt. Bis zu einem möglichen Marktstart bleibt also noch einige Arbeit für Panasonic.

VR meets Steampunk: Die neue Datenbrille von Panasonic passt optisch auch in die nächste Disco.

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Apple-Aktie: Weitere 50 Prozent nach oben?

Wer sich vor einem Jahr Apple-Aktien zugelegt hat, hat seinen Einsatz seit Januar 2019 verdoppelt. Und Analysten gehen davon aus, dass die Reise in dieser Richtung weitergeht. Gleich mehrere Prognosen deuten jetzt laut Cult of Mac darauf hin, dass die Apple-Aktie in absehbarer Zeit nochmals um 50 Prozent zulegen könnte. Hauptgrund hierfür ist, dass Apple mittlerweile den Sprung vom iPhone-Hersteller zu einem wesentlich breiter aufgestellten Unternehmen geschafft hat. Mit Wearables wie den AirPods oder der Watch und vor allem mit der boomenden Servicesparte verdient Apple mittlerweile prächtig.

"Wenn man an Apples Geschäfte in den nächsten drei Jahren denkt, bietet es die wohl besten Möglichkeiten seit zehn Jahren", glaubt Analyst und Apple-Experte Gene Munster von Loup Ventures. Befeuert werden die Wachstumsprognosen von der Einführung des 5G-Mobilfunks, den Apple ab Herbst mit dem nächsten iPhone erstmals unterstützt. Gene Munster: "Nutzer werden ihre Geräte über mehrere Jahre hinweg auf 5G aufrüsten. Und so etwas lieben Investoren."

Die Apple-Aktie kennt seit einem Jahr nur noch eine Richtung – aufwärts! Und so soll es weitergehen.

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Pokémon: Bei Nintendo wird’s richtig teuer

Die Pokémon-Lizenz bleibt eine der größten Geldmaschinen der internationalen Spieleindustrie. Obwohl das weltweite "Pokémon Go"-Fieber vermeintlich längst abgeflaut ist, verzeichnete die AR-App 2019 mit einem Umsatz von 894 Millionen Dollar ihr bisher bestes Jahr. Laut der App-Spezialisten von Sensor Tower lag Hersteller Niantic damit sogar über dem Hype-Jahr 2016, als "Pokémon Go" zum Debüt einen Umsatz von 832 Millionen Dollar schaffte.

Und auch bei Pokémon-Erfinder Nintendo läuft es bestens. Die beiden Ende 2019 gestarteten Switch-Spiele "Pokémon Sword" und "Pokémon Shield" sind so erfolgreich, dass die Japaner nun für 2020 zwei Erweiterungspakete angekündigt haben, die jeweils satte 30 Dollar kosten. Zusammen mit den 60 Dollar für das Originalspiel und den 20 Dollar für das jährliche Online-Abo auf der Switch wird Pokémon für die meist jungen Spieler zur Taschengeld-Falle und zum Eltern-Alptraum. In Deutschland sind die Preise vergleichbar. CNN berichtet von zahlreichen Protesten der Pokémon-Fans. "Ich liebe diese Franchise ohne Ende", klagt die norwegische Twitch-Streamerin Kori Selnes. "Aber die Richtung, in die es jetzt mit Pokémon geht, will ich nicht mehr unterstützen."

Gotta Catch 'Em All! Dank mehr und besserer Updates fängt "Pokémon G" mehr Geld denn je ein.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.