Wer lostrinken will, drückt auf dem Startscreen auf das leere Glas. Dieses füllt sich dann virtuell. Zudem wird der Standort freigegeben. Freunde erhalten eine Benachrichtigung und prosten zurück. Die App verzichtet komplett auf Video-Chats oder Fotos, setzt nur auf Minimalismus. Das kommt an! Und auch wenn die Grafiken eher verwaschen und old school wirken: Die Anwendung ist auch für alle geeignet, die kein Bier trinken. Es stehen weitere virtuelle Getränke bereit: Rotwein, Schnaps, Weißbier – und Glühwein. Zum Vorglühen auf die echte Party, die dann real gemeinsam mit Freunden gefeiert wird, wenn das Coronavirus unter Kontrolle ist.

"Beer With Me" bietet kein virtuelles Corona-Bier an, sorgt aber in traurigen Zeiten für etwas Unterhaltung.

„Beer With Me“ bietet kein virtuelles Corona-Bier an, sorgt aber in traurigen Zeiten für etwas Unterhaltung.

Anne Franks Video-Tagebuch bei YouTube

Die Amsterdamer Anne-Frank-Stiftung hat ein bemerkenswertes Projekt auf YouTube gestartet. Vor 45 Jahren starb das jüdische Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern in die Niederlande ausgewandert war. Dort versteckte sich die Familie zwei Jahre in einem Hinterhaus vor den Nazis, bevor sie verraten und anschließend deportiert wurde. Kurz vor Kriegsende, im März 1945, verstarb Anne Frank im KZ Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch ist weltberühmt. Sie verfasste es in Schriftform.

Um Anne Franks Schicksal der heutigen jungen Generation näherzubringen, hat die Stiftung das Tagebuch in Video-Form auf YouTube veröffentlicht. Motto: Was wäre gewesen, wenn Anne ihr Leben nicht aufgeschrieben, sondern mit einem Smartphone hätte filmen können. 15 kurze Episoden, in denen Luna Cruz Perez als Anne Frank über das Leben im Amsterdamer Hinterhaus berichtet, stehen bereit. Jacqueline van Maarsen, Annes heute 91 Jahre alte frühere Schulfreundin, erklärte: "Die Idee war gewöhnungsbedürftig, aber ich denke, es ist gut, dass Anne Franks Geschichte in die heutige Zeit übertragen wurde." Auch als Mahnung für all jene, die Rechtspopulisten sogar ins deutsche Parlament gewählt haben.

ARD und ZDF: Mediatheken mit gemeinsamem Login

Praktische Sache: Ab sofort steht ein gemeinsamer Login für die Mediatheken von ARD und ZDF bereit. Wer in der ARD-Mediathek schon registriert ist, kann die gleichen Anmeldedaten jetzt auch für die ZDFmediathek nutzen und sich damit unter "Mein ZDF" einloggen. Umgekehrt – vom ZDF zur ARD – funktioniert es natürlich genauso. Daraus ergeben sich für User gute Neuerungen wie eine personalisierte Merkliste oder die Option, mitten in einem Video von einem Gerät zum anderen zu wechseln.

Bisher beschränkt sich das gemeinsame Login auf die Webversionen der beiden Mediatheken. Einen Starttermin für die Funktion auf Smart-TV-Geräten und in nativen Apps gibt es noch nicht, beide Sender arbeiten aber bereits daran. Bereits seit Ende 2019 gibt es eine gemeinsame Suchfunktion beider Angebote. Eckart Gaddum, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien, erklärt dazu: "Mit dem jetzt erfolgten Start der gemeinsamen Login-Funktion gehen wir den Weg zu einem übergreifenden öffentlich-rechtlichen Kosmos konsequent weiter."

PS: Auch für Kinder (und junge Eltern) gibt es TV-News von Sky. Die YouTube Kids-App ist für alle Kunden mit Sky Q Receiver jetzt kostenlos gestartet. Das kindgerechte Programm reicht von Lernvideos über Zeichentrickfilme bis zu Hörspielen. Mit NickJr und NickToons folgen im April bei Sky zwei weitere Sender für Kids.

Die ARD- und die ZDF-Mediathek werden beim Login im Web ab sofort zusammengelegt.

Die ARD- und die ZDF-Mediathek werden beim Login im Web ab sofort zusammengelegt.

Neuer Twitter-Trend: Kunstwerke daheim nachstellen

Auf Twitter macht sich in Coronavirus-Zeiten, in denen StayAtHome die beste Option bleibt, ein neuer Trend breit: Unter dem Hashtag #tussenkunstenquarantaine stellen kreative Köpfe bekannte Kunstwerke und Statuen zu Hause nach. Mit einfachen Mitteln wird dabei versucht, ein ähnlich aussehendes Bild zu erzeugen. Da wird sogar das (kostbare) Toilettenpapier zur Perücke oder eine Decke zu einem Umhang. Die bisher besten Ergebnisse:



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.