Immer mehr digitale Dauersitzer

Wir geraten ins Hinter(n)treffen: 57,2 Prozent der deutschen Männer und 50,2 Prozent der deutschen Frauen sind im Homeoffice zu Dauersitzern und Bewegungsmuffeln geworden. Das ergab eine Studie der Madrider Universität Rey Juan Carlos (via heise). Nicht erst seit Corona sitzen Digitalarbeiter fest auf ihren vier Buchstaben. Zwischen 2002 und 2017 legte die Zahl der Menschen, die mehr als 4,5 Stunden am Tag bei der Arbeit sitzen, um 7,4 Prozent zu.

Zum Sitzen in Corona-Zeiten gibt es noch keine Untersuchungen, der Anteil dürfte seit dem Frühjahr aber noch einmal deutlich höher liegen. Auch in anderen EU-Ländern sieht es schlecht mit der Bewegung aus: 54,3 Prozent von 96.000 Befragten saßen länger als 4,5 Stunden pro Tag (Deutschland 53,7 Prozent). Am meisten gesessen wird in Großbritannien (plus 22,5 Prozent). Laut Forschern ist mit den viereinhalb Stunden die gesundheitlich vertretbare Grenze erreicht, um kein Ansteigen von Krankheiten in Folge von Bewegungsmangel zu riskieren. Die Autoren der Uni-Studien sehen immer modernere Smartphones und Streamingdienste als Hauptursachen und warnen vor möglichen chronischen Krankheiten wie Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Krebs.

Erst sitz, dann platz? Digitales Arbeiten und Dauersitzen können zu starkem Übergewicht führen.

Erst sitz, dann platz? Digitales Arbeiten und Dauersitzen können zu starkem Übergewicht führen.

Dank Apple mehr Chancen in der Liebe

Besitzer von Apple-Geräten sollen beim Flirten deutlich erfolgreicher sein als Samsung- oder Google-Fans. Das zeigt eine neue Untersuchung von CompareMyMobile (via 9to5Mac): Wer auf seinen Dating-Fotos Apple-Produkte platziert, wird häufiger gematcht. Die Forscher legten für den Nachweis identische Dating-Profile für eine Reihe von Apps in mehreren Städten weltweit auf. Die Profile ähnelten sich bis auf die Technologie-Produkte auf den Bildern.

Nach der Analyse von rund 50.000 Wischgesten zeigte sich: Sind iPhone, Apple Watch und/oder AirPods zu sehen, gibt es mehr Übereinstimmungen. Produkte von Google, Sony oder Huawei wirken sich hingegen negativ auf Matches aus. Durch die Anzeige eines iPhone in Fotos wurden die Übereinstimmungen um 76 Prozent, die Apple Watch um 61 Prozent und die AirPods um 41 Prozent erhöht. Samsung (+ 19 Prozent) lag auf Platz 2. Die Werte der Anti-Lover-Firmen: Google: - 10 Prozent, Sony - 14 Prozent, Huawei - 23 Prozent, BlackBerry -74 Prozent. Rob Ballie von CompareMyMobile fasst zusammen: "Unsere Studie ergab, dass jüngere Singles unter 35 Jahren eher von ihrem Telefon als von ihrem Auto beeinflusst werden. Apple-Produkte bieten Liebessuchenden einen klaren Vorteil gegenüber den anderen, möglicherweise aufgrund der höheren Kosten oder dem cooleren Marken-Faktor."

Wenn Frauen die neue Liebe suchen, halten sie ein Auge auf Apple-Produkte.

Wenn Frauen die neue Liebe suchen, halten sie ein Auge auf Apple-Produkte.

Klappt das Klapp-Samsung diesmal?

Samsungs erstes Fold-Klapphandy war ein faltbarer Albtraum. Schon nach wenigen Stunden meldeten erste Tester Schäden am Display und falteten die Südkoreaner in Reviews zusammen. Morgen soll alles besser werden: Samsungs Unpacked Event zeigt das neue Samsung Galaxy Z Fold 2 bzw. Preis und Specs offiziell, nachdem es Mitte August einen Vorab-Sneak-Peak gab. Ab 16 Uhr deutscher Zeit bieten die Asiaten auf ihrer Homepage dazu einen Livestream. Doch Samsung hat sich vorab schon wieder mit den eigenen Waffen geschlagen: Auf der britischen Homepage des Konzerns wurde aus Versehen bereits das Startdatum (17. September) geleakt. Und aufgrund des irrtümlichen Postings steht auch der Preis fest: 1799 britische Pfund, umgerechnet 2020 Euro.

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Bose plant neue Audio-Sonnenbrille

Bose arbeitet laut TheVerge aktuell an der dritten Variante seiner Audio-Sonnenbrillen-Reihe "Frames". Die Modelle "Alto" und "Rondo" waren kein Erfolg im Massenmarkt. In der Datenbank der US-Zulassungsbehörde FCC sind nun erste Fotos des neuen Bose-Produkts aufgetaucht. Die offizielle Ankündigung steht allerdings noch aus. Die Brille schützt nicht nur die Augen, sondern integriert auf beiden Seiten Speaker. Ebenfalls zu sehen ist ein USB-C-Ladeport. Außerdem wird ein IPX4-Schutz vor Wasser angepeilt. Klar ist allerdings auch: Die neuen Frames verzichten auf die Integration von Boses soundbasierter Augmented-Reality-Plattform, die Juni intern gecancelt wurde.  

Damit wünsche ich einen hörenswerten Montag. Bis morgen bei TechTäglich.

Eckiger als die Vorgänger: So soll die "Bose Frames 3" aussehen.

Eckiger als die Vorgänger: So soll die "Bose Frames 3" aussehen.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.