Microsoft Lists startet auf dem iPhone

In Unternehmen gehört Microsoft Lists zu den beliebtesten Tools. Ab sofort lässt sich die praktische Software nicht nur am Desktop-Rechner, sondern auch mobil am iPhone verwenden. Die Microsoft-Lists-App ist frisch erschienen und setzt ein Office-365-Abo voraus. Alle Inhalte aus der Desktop-Version von Microsoft Lists werden übernommen. Neue Listen lassen sich übers iPhone hinzufügen, bearbeiten, teilen und syncen. Die App ist einfach zu bedienen und sehr gut für Teams geeignet. So werden im Office Aufgaben, Listen, Routinen, Kontakte, Inventar und mehr synchron gehalten. Weitere Extras in der iPhone-Version: Es lassen sich die letzten bzw. priorisierte Listen anzeigen, die Offline-Nutzung ist möglich und Listen-Elemente können bearbeitet werden. Gelungen finden wir auch die Option, Fotos mit QR-Code-Unterstützung zu erfassen und hinzuzufügen. Vorgefertigte Vorlagen erleichtern den Einstieg. Alle Listen lassen sich zudem filtern, sortieren oder gruppieren. Die Querformat-Nutzung funktioniert ebenso wie der Wechsel zwischen normalem und Dark-Modus. Außerdem garantiert Microsoft eine "integrierte Datensicherheit und Compliance auf Unternehmensniveau sowie die Unterstützung der Intune-Geräteverwaltung mit MDM- und MAM-Richtlinien". Microsoft Lists ist 257,8 MB groß und setzt mindestens iOS 13 voraus.

 

Eigenes Drehbuch mit JustWatch streamen

JustWatch, als App und Website verfügbar, bietet eine riesige Datenbank mit Filmen, Serien und Informationen darüber, bei welchem Anbieter sich welcher Content streamen lässt. Bei hunderttausenden Inhalten verlieren Nutzer leicht den Überblick. Daher bietet JustWatch ab sofort ein neues Feature für noch bessere Empfehlungen an. Auf der Website findet sich seit kurzer Zeit eine Suchmaske in Form einer Schreibmaschine. Der User tippt die gewünschte Handlung eines Films oder einer Serie ein, die er gerne sehen würde. Aus dem eigenen Plot sucht JustWatch dann genau das Passende heraus. JustWatch denkt aber auch an weniger kreative Nutzer. Wem partout keine Wunschhandlung einfällt, der kann sich einen automatischen Text generieren lassen. Zum Start ist das Feature nur auf Englisch verfügbar. Eine witzige Idee!

Der JustWatch-Typewriter durchsucht für den Wunschinhalt alle gängigen Streamingplattformen weltweit.

Der JustWatch-Typewriter durchsucht für den Wunschinhalt alle gängigen Streamingplattformen weltweit.

Kampf den Cookies

Die nervigen Popups auf Websites in Bezug auf das Akzeptieren (oder Ablehnen) von Cookies verärgert User täglich. Für die Werbeindustrie sind sie aber überlebenswichtig, da die Verbraucher individuell auf sie zugeschnittene Reklame zu sehen bekommen, was wiederum höhere Einnahmen sicherstellt. Über Cookies werden beim Surfen Daten der User gespeichert und bei erneutem Seitenaufruf über die Einstellungen wiedererkannt und maßgeschneidert. In Zukunft soll es aber einfacher werden, Cookes abzulehnen. Das Bundesjustizministerium plant Änderungen: Kritisiert wird, dass die Erklärungen aktuell zu lang, kompliziert und nutzerunfreundlich seien. Meist klicken Website-Besucher einfach auf "Akzeptieren", nur um den Dialog schnell loszuwerden. "Das Einwilligen zu den Datenschutzbestimmungen auf Websites ist oft verbraucherunfreundlich – lange Texte, viel Kleingedrucktes, komplizierte Browser-Fenster", wird Staatssekretär Christan Kastrop zitiert. "Wir wollen das Ablehnen von Cookie-Einstellungen künftig genauso leicht wie das Einwilligen machen." Neue Gesetze seien nicht geplant, vielmehr werde eine Arbeitsgruppe gegründet: das Kompetenzzentrum für verhaltenswissenschaftliche Verbraucherforschung. Hier sollen Psychologen und Ökonomen gemeinsame Richtlinien erarbeiten, auch auf Basis der EU-Privatsphäre-Gesetzgebung. Noch kann die Werbeindustrie entspannt sein. Wenn einer erst mal eine Arbeitsgruppe gründet...

Die neuen Pläne um Cookies schmecken der Werbeindustrie nicht.

Die neuen Pläne um Cookies schmecken der Werbeindustrie nicht.

Nissan zeigt Homeoffice auf vier Rädern

Homeoffice ist eines der Worte des Jahres 2020. Doch das Office außerhalb des Firmenbüros muss nicht zwingend das Zuhause sein. Dachte sich der Automobilkonzern Nissan und präsentiert jetzt das Konzept eines Outdoor-Home-Office, den "Concept Van". Offiziell zeigt Nissan den "Office Pod" auf der japanischen Auto-Show SEMA. Motto: Überall arbeiten, egal ob im Wald oder in der Wildnis. Das Wohnmobil der Zukunft, "NV350" genannt, verfügt über ein eingebautes Büro, das sich bei gutem Wetter auch nach draußen schieben lässt. Dabei sorgt eine Art Lounge auf dem Van-Dach für die entspannte Mittagspause. Auf Knopfdruck fahren Schreibtisch und Sonnenschirm heraus. Der Boden des Vans ist transparent, so meint der Nutzer, als arbeite er beispielsweise mit den Füßen auf saftig-grünem Gras. Das Workspace auf vier Rädern kann aber auch auf der Straße vorm Haus als Office genutzt werden, wenn die Kids daheim zu viel lärmen. Eine integrierte Kaffeemaschine sorgt für die Getränkeversorgung. Was noch fehlt: ein Bett – für alle diejenigen, die leider Tag und Nacht arbeiten.

Und damit wünsche ich einen entspannten Homeoffice-Tag. Bis morgen bei TechTäglich.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.