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US-Wahlen:
Trumps Wahlbetrugs-Hotline wird Opfer von Tiktok-Trend

Das Wahlkampfteam von Trump musste die Hotline abschalten, bei denen Menschen anrufen sollten, um Vorfälle von Wahlbetrug zu melden. Der Grund: Viele nutzten sie für etwas ganz anderes: Telefonstreiche.

Text: Nadia Riaz

16. November 2020

Anstatt Beweise für einen Wahlbetrug gingen bei der von Trump eingeführten Hotline Telefonstreiche ein.
Anstatt Beweise für einen Wahlbetrug gingen bei der von Trump eingeführten Hotline Telefonstreiche ein.

Foto: Unsplash.com / Solen Feyissa

Das wird Donald Trump gar nicht gefallen: Auf Tiktok teilen Nutzer Videos, wie sie unter der Wahlbetrugs-Hotline anrufen, um Telefonstreiche zu spielen. Die Videos gehen viral und machen Trump zur Lachnummer. Eigentlich führte der US-Präsident die Hotline ein, um Beweise für einen Wahlbetrug zu sammeln. Jetzt wurde sie abgeschaltet.

Twitter

Videos von Telefonstreichen gehen viral

Ein Haufen Menschen nutzte die Nummer, um sich einen Spaß zu erlauben. Wie zum Beispiel Tiktok-Userin jennyjenjen. Sie lud ein Video von ihrem Anruf bei der Wahlbetrugs-Hotline hoch, bei der sie zunächst ankündigt, eine "Einmischung in die Wahl" melden zu wollen. "Da ist eine übergewichtige Schildkröte, die sich auf den Rücken gerollt hat", sagt die Nutzerin. Das ist eine Anspielung auf den CNN-Journalisten Anderson Cooper, der Donald Trump mit einer "übergewichtigen Schildkröte, die zappelnd auf dem Rücken in der heißen Sonne liegt, realisierend, dass ihre Zeit vorbei ist" verglich.

Das Tiktok-Video wurde bereits mehr als 32.000 Mal geliked. Mehrere US-Medien berichten, dass Anrufe wie diese momentan die Hotline überfluteten.

Twitter

"Die Demokraten spammen unsere Wahlbetrugs-Hotline voll, um Tausende von Beschwerden zu blockieren", reagierte Donald Trumps Sohn Eric auf die Telefonstreiche. "Ich frage mich, was sie zu verbergen haben."

Twitter

Ein Online-Formular sollte die Telefon-Hotline ersetzen, um Beweise für einen Wahlbetrug zu sammeln. Aber auch diesen fluteten Nutzer mit satirischen Fotos.


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Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.


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