Neben mehr Personalisierung in der Auswahl der Farben, in der Ansicht des Twitter-Icons auf dem Smartphone-Bildschirm und in der Wahl der angezeigten Navigations-Buttons, will Twitter auch ein zusätzliches Erlösmodell für Medienhäuser etablieren. Twitter-Blue-Nutzer können Artikel von kooperierenden Verlagen werbefrei lesen, im Gegenzug erhalten diese eine Vergütung von Twitter aus den Twitter-Blue-Abos. In den USA sind bereits die Washington Post, The Atlantic, Rolling Stone und weitere Medien dabei.

Twitter will nach eigenen Angaben damit den Journalismus besser unterstützen. Langfristig ist das Ziel, dass die Medienhäuser so 50 Prozent mehr Erlöse pro User generieren als über Werbung. Jeder Twitter-Blue-User kann in einem eigenen Chart sehen, wie viele Artikel von welchen Medien er oder sie auf diese Weise gelesen hat und wie viel Twitter dafür an das Unternehmen gezahlt hat.

Twitter will seinen Abo-Dienst auf weitere Länder ausrollen, bisher gibt es dazu aber noch keinen offiziellen Zeitplan.



Franziska Mozart
Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.