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Wochenzeitung:
"Mein Bauch gehört mir": Freitag covert berühmten Stern-Titel

Mit einer Testimonial-Aktion gegen den § 218 möchte die Wochenzeitung "Der Freitag" bewusst an den berühmten "Stern"-Titel "Wir haben abgetrieben!" aus dem Jahr 1971 erinnern.

Text: Markus Weber

14. Februar 2019

"Der Freitag" will die Diskussion nicht den Rechten überlassen.
"Der Freitag" will die Diskussion nicht den Rechten überlassen.

Foto: Der Freitag

"Über den § 219a wurde heftig gestritten. Aber das wahre Problem ist der § 218 - Abtreibung muss endlich legal werden", heißt es auf der Titelseite der "Freitag"-Ausgabe vom 14. Februar.

24 prominente Frauen unterstützen die Aktion der Wochenzeitung, unter ihnen Katja Kipping, Alice Schwarzer, Teresa Bücker, Mo Asumang und Katja Riemann. Beim Titel-Layout nahmen sich die Macher bewusst den legendären "Stern"-Titel aus dem Jahr 1971 ("Wir haben abgetrieben!") als Vorbild.

Beim § 219a geht es um Ärzteinformationen zu Schwangerschaftsabbrüchen. "Die Debatte um § 219a ist eine Scheindebatte", kritisieren "Freitag"-Redakteurin Elsa Koester und Chefredakteur Michael Angele. Sie und ihre prominenten Unterstützerinnen sehen das Problem aber darin, dass Abtreibungen immer noch nicht legalisiert sind.

Titel der "Freitag"-Ausgabe vom 14. Februar 2019

Titel der "Freitag"-Ausgabe vom 14. Februar 2019

Foto: Der Freitag

Nach gegenwärtiger Rechtslage sind Abtreibungen im Grundsatz rechtswidrig, bleiben aber zum Beispiel dann straffrei, wenn sie in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen vorgenommen wurden und die Frau an einer "Schwangerenkonfliktberatung" teilgenommen hat.

Koester schreibt in der aktuellen Freitag-Ausgabe: "Die Entscheidung ist schwer, aber Frauen treffen sie. Immer schon. Und in Zukunft. Wie sie sich entscheiden, ist keine Frage des Gesetzes, sondern ihrer Lebenssituation. Während die Rechte derzeit grübelt, wie sie Frauen per Gesetz dazu zwingen kann, ein Kind zu gebären, sollte sich eine aufgeklärte Gesellschaft lieber eine andere Frage stellen: Welche Grundlagen müssen dafür geschaffen werden, dass Frauen wirklich frei entscheiden können?"

Berühmter Vorläufer aus dem Jahr 1971.

Berühmter Vorläufer aus dem Jahr 1971.

Foto: Stern


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Autor: Markus Weber

Markus Weber ist seit 20 Jahren Mitglied der W&V-Redaktion. Als Nachrichtenchef ist er für die aktuellen Themen auf wuv.de zuständig. Darüber hinaus ist er innerhalb der Redaktion der Themenverantwortliche für "CRM & Data". Aufgewachsen ist Markus auf einem Bauernhof im Württembergischen Allgäu. Mit fünf Geschwistern.


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