DSF startet am 11. April als Sport1 neu durch
Am 11. April wird der Sportsender DSF zu Sport1 - Das Sport Fernsehen. Sport1 wird dann zur Dachmarke. Inhalte und Optik werden relauncht.
Am 11. April wird der Sportsender DSF zu Sport1 - Das Sport Fernsehen. Dafür führt - wie bereits 2009 angekündigt - die Mutter Constantin Medien die TV- und Online-Aktivitäten unter der Dachmarke Sport1 zusammen. Damit verbunden ist auch ein neuer optischer Auftritt und ein inhaltlicher Relaunch. Die begleitende, mehrstufige Kampagne beginnt bereits ab dem 15. Februar. Allerdings erwartet sich DSF/Sport1-GeschäftsführerZeljko Karajica für 2010 keine riesen Umsatz- und Reichweitensprünge. "Mit Events wie Olympia und der WM werden unsere Quoten nicht in den Olymp aufsteigen". Erst 2011 sollen sich die Anstrengungen auszahlen.
So soll Sport1 mehr Live-Sport als das DSF zeigen. Nach Constantin-Angaben sind in diesem Jahr über 1150 Stunden davon eingeplant, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Für mehr sportlichen Glamour sollen auch die Übertragungsrechte an der Eishockey-WM im Mai in Deutschland sorgen; diese hat sich der ebenso gesichert wie das Eröffnungsspiel in der Veltins-Arena auf Schalke. Ferner soll der Sender auch die 14 Leichtathletik-Meetings der IAAF Diamond League übertragen. Auch ohne eigene Rechte plant Sport1 groß für die Fußball WM 2010 im Juni und Juli in Südafrika. Es soll umfangreich berichtet werden. Ab Mai werde "WM Aktuell" in rund 40 Ausgaben zur besten Sendezeit über die Vorbereitungsphase und während der WM über das Geschehen vor Ort berichten. Zusätzlich präsentieren Jörg Wontorra und Udo Lattek sechs Mal den "WM Doppelpass".
Hinzu kommen 20 neue Sport-Entertainment-Formate, Dokumentationen und Magazine. Mit dabei: das Golf Journal und Turbo - Das Automagazin. "Insgesamt erreichen die Erstausstrahlungen in diesem Jahr ein Volumen von 225 Stunden", betont das Unternehmen. Durch die plattformübergreifende Nutzung von Inhalten könne auch im Bereich Mobile das Angebot erweitert werden: mehr News, Videos und Live-Ticker auf den WAP-Portalen und zusätzliche iPhone Apps zu weiteren Sportarten sowie mit entsprechender Videointegration. Derzeit verzeichnet das Sport1-App rund 400.000 Downloads. Die Erotikschiene wird von 23 uhr auf 24 nach hinten verschoben. Zudem will Sport1 weniger Quizsendungen zeigen.
Über die eigenen TV-, Online- und Mobile-Plattformen hinaus will die neue Doppelmarke Sport1 den Dialog über soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ/MeinVZ oder Twitter forcieren - und auch entsprechend vermarkten. DSF- und Sport1-Chef Zeljko Karajica ist überzeugt: "Mit der Einmarken-Strategie tragen wir der immer stärkeren Fragmentierung der digitalen Medienwelt und dem veränderten Mediennutzungsverhalten Rechnung." Constantin-CEO Bernhard Burgener glaubt: "Mit dieser umfassenden strategischen Neuausrichtung und der Neu-Positionierung von Sport1 als Dachmarke schaffen wir ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit hoher Glaubwürdigkeit".
Auch die Kampagne wird Social-Media-Angebote, neben den Kanälen TV, Print, Radio, Internet und Mobile bespielen. Für den Social-Media-Bereich wurde die Agentur Frog Design beauftragt. Die Kreation selbst stammt von der Sport1-Schwester Brandsome. Media betreut weiterhin Carat. Der Etat sei so hoch, "wie er einem Ein-Prozent-Sender zur Verfügung steht", sagt Karajica. Zu sehen sind ab dem 15. Februar eine ganze Reihe Testimonials aus den eigenen Reihen. Darunter die Experten Udo Lattek, Stefan Kretzschmar, Timo Boll und Jörg Wontorra. Und auch der Vielsender-Moderator Matthias Opdenhövel, (ProSieben/ARD: "Unser Star für Oslo", "Schlag den Raab", "DSF:DSFLiga total! Spieltaganalyse") kommt zum Einsatz. In den Spots werden die künftigen Sport1-Köpfe in einer futuristischen Werkstatt gezeigt, mit vielen Schweißfunken und Schweißtropfen.Das Motto:"under construction"
Burgener musste 2009 die Reißleine ziehen, zumal rückläufige Erlöse beim DSF das Sportsegment nach unten gezogen haben. Sportvorstand Rainer Hüther musste gehen, ebenso wie DSF-Chef Oliver Reichert und rund 40 Mitarbeiter der AG. Seither wird das Sportsegment umgekrempelt - mit dem Ziel, am 11. April neu durchzustarten.
ps/lp