Fans benötigen für den Zugang zum Metaverse ein Headset und einen Handcontroller zur Navigation. Der Klub kann sich auch vorstellen, dass er die Übertragungsrechte selbst über das Metaverse verkauft. Abo-Modelle, wie sie Sky oder Dazn derzeit anbieten, wären dann überholt. Tarre glaubt, dass das traditionelle Fußballgucken in fünf bis zehn Jahren der Vergangenheit angehören wird: "Die Dinge entwickeln sich viel schneller als wir denken."

ManCity gilt beim Thema Metaversum als Vorreiter. Die Zusammenarbeit mit Sony läuft zunächst über drei Jahre. Im Auge hat man vor allem die nächste Generation der Fußball-Fans, die mit Konsolenspielen wie Fifa aufgewachsen sind. Das echte Spiel wolle man deshalb nicht ersetzen. "Aber bedenken Sie, dass nur ein Prozent aller ManCity-Fans weltweit unser reales Stadion jemals betreten wird."

Jetzt müssen nur noch die technischen Hürden genommen – und die Kritiker besänftigt werden. Von denen gibt es viele, auch Prominente. Elon Musk z.B. glaubt nicht, "dass sich Menschen den ganzen Tag einen verdammten Bildschirm vors Gesicht schnallen wollen".

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.