Raus aufs Land

Wer die Lebenshaltungskosten außer acht lässt und sich nur von einem vermeintlich hohen Gehalt blenden lässt, der steht am Ende möglicherweise dumm da. Zimmermann: "Ein hohes Gehalt bedeutet nicht automatisch, dass auch die finanziellen Rücklagen im selben Maße steigen. Die Höhe der Lebenshaltungskosten am Wohn- und Arbeitsort spielt eine entscheidende Rolle", sagt Zimmermann. Eine Alternative könnte sein, seinen Lebensmittelpunkt raus aus der Stadt hin in ländliche Regionen zu verlagern. "Ausgelöst durch die Corona-Krise bieten immer mehr Unternehmen die Möglichkeit an, zeitlich und örtlich flexibel zu arbeiten", meint Zimmermann. Das könnte für viele Arbeitnehmer attraktiv sein, "denn das gesparte Geld können sie dann in eine größere Wohnung oder Freizeitaktivitäten auf dem Land investieren." Das hängt dann freilich auch von der jeweiligen Stadt ab, in deren Umkreis man sich niederlassen möchte. Bis es im Münchner Umland preiswert wird, muss man sich nämlich schon sehr weit entfernen.  

Unter den 15 größten Städten Deutschlands lebt es sich in Duisburg am günstigsten.

Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen.