Und der hat für seine Verdienste um die Südstaaten-Landesküche als Dankeschön des Bundesstaates Kentucky vom Gouverneur den Titel Colonel verliehen bekommen. Denn angefangen hat alles in einer Tankstelle. Hier bewirtete der leidenschaftliche Koch die Durchreisenden, unter anderem mit Brathähnchen. Mit steigender Nachfrage eröffnete Sanders sein erstes Restaurant gegenüber der Tankstelle.

Positionierung als Premium-Anbieter

Mit dem Fokus auf den Colonel soll die besondere Qualität des Fast-Food-Anbieters hervorgehoben werden. Denn die Zubereitung der Hähnchen braucht vier Stunden, in der Küche wird richtig gekocht, betont Schepers. "Eigentlich ist KFC Slowfood", so der Firmenchef.

Die Kampagne findet im Fernsehen, Radio, Digital, Mobile und Social statt. Dazu kommt ein neues Soundbranding, das sich in allen Werbemitteln wiederfindet. Der Relaunch betrifft auch das Packaging Design. KFC setzt auf neue Produkte, die die Positionierung als Premiumanbieter widerspiegeln sollen. Den Start macht eine fünf Euro Box mit fünf verschiedenen Produkten, so Schepers. Das Mediavolumen der Marke beträgt in diesem Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag (brutto).

Verdreifachung der Filialen geplant

Und das Geschäft wächst. Mit Ausnahme von 2018 liege das jährliche Umsatzwachstum bei zehn Prozent. Im vergangenen Jahr nur bei sechs Prozent (256 Mio. Euro). Für 2019 rechnet der KFC-Chef mit 275 bis 280 Mio. Euro Umsatz.

Dazu sind neue Filialen geplant. Aktuell gibt es in Deutschland 175 KFC-Restaurants. Bis 2025 sollen es 500 Läden sein. Parallel arbeitet das Unternehmen am Ausbau des Lieferservice. Bisher liefern 47 Restaurants auch aus, das Ziel sei 80 Prozent, sagt Schepers. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Lieferdienst Lieferando.


Autor: Katrin Otto

ist Expertin für Medien. Sie schreibt über Radio, Außenwerbung, Kino, Film und und natürlich Podcast und Streaming. Privat ist sie gern auf Konzerten, im Kino oder im Wasser.