Favorit Glööckler flog im Halbfinale raus 

Der neue Dschungel-Monarch passt durchaus in die Linie bisheriger Majestäten. Oft schon gewannen nicht die größten Namen, sondern die Lustigen, Unverbiegbaren, Bescheidenen, die sich nicht ständig in die Streitereien am Lagerfeuer stürzen. Sein direkter Vorgänger im Amt, der ehemalige "Deutschland sucht den Superstar"-Sieger Prince Damien, war auch so ein Charakter. Modeschöpfer Harald Glööckler etwa war - als Favorit gehandelt - in diesem Jahr im Halbfinale gescheitert. Der Designer hatte von seiner Pritsche aus die ein oder andere Spitze abgefeuert und eine Prüfung unter Verweis auf seinen Vegetarismus - zu dem er Fisch aber nicht zähle - abgelehnt. 

Filip indes kumpelte mit Promi-Bodyguard und Sprücheklopfer Peter Althof herum, quälte sich trotz Würge-Attacken tapfer durch Prüfungen und machte keinen Hehl daraus, dass er ein paar Bildungslücken hat.

Etwa sagten ihm die Namen der Musketiere Athos, Porthos und Aramis wohl nichts. "Aramis hört sich ja an wie Anus", rätselte er. An die Zuschauer gerichtet erklärte er später: "Ich bin nicht die hellste Kerze auf der Torte. Aber es scheint für euch okay zu sein." 

Erstmals drei Männer im Finale 

Pavlovic schüttelte im Finale auch "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Schauspieler Eric Stehfest (32) ab, der auf Platz zwei landete. Ihm half auch nicht, dass er in seiner finalen Prüfung ohne mit der Wimper zu zucken Augen, Larven und das Hirn eines Kudus - serviert in einem Kudu-Kopf - verputzte. "Ich fühle mich wieder wie 16. Da haben wir nämlich so einen Scheiß auch so aus Spaß einfach mal gemacht", erklärte er. Was angesichts des Gegessenen eine etwas irritierende Aussage war. Platz drei ging an Reality-Kandidat Manuel Flickinger (33, "Prince Charming"). 

Erstmals hatten drei Männer im Finale gestanden. Die Frauen waren nach und nach allesamt bei den Abstimmungen durchgefallen. Model und Reality-Darstellerin Janina Youssefian musste die Show zudem nach einer rassistischen Äußerung verlassen. 

Starke Einschaltquoten 

Früh schied aber auch - per Zuschauervotum - die Österreicherin Tara Tabitha aus, zwischen der und Pavlovic sich eine Romanze anzubahnen schien - auch wenn die Gefühle bei Tabitha offenbar etwas stärker waren als andersherum. Das hatte Pavlovic die Moderation der Angelegenheit nicht gerade einfach gemacht. 

Die Einschaltquoten waren stark. Bei den 14- bis 59-Jährigen sahen 3,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer das Finale. Der Marktanteil betrug in dieser besonders werberelevanten Gruppe 30,6 Prozent. Die Gesamtzuschauerzahl lag bei 4,96 Millionen. 

Es war die 15. Staffel der Reality-Sendung. Wegen der Corona-Pandemie entstand "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" diesmal allerdings in Südafrika statt wie üblich in Australien. Ob das noch einmal passieren wird, ist offen. Er sei "der erste König von Südafrika", sagte Filip am Ende. Vielleicht auch der letzte. "Man weiß es nicht." (dpa/st)


W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.