"Diese Tierquälerei steckt hinter jeder Handtasche, jeder Geldbörse, jedem Gürtel und jedem anderen Modeaccessoire aus Echsenleder, das Gucci verkauft", sagt die Tierschutzorganisation auf ihrer Webseite.

Peta fordert LVMH auf, den Verkauf von Exotenleder einzustellen

"Solange LVMH und Gucci noch Produkte von Tieren verkaufen, die geschlagen, aufgeschlitzt und zerteilt wurden, während sie wahrscheinlich noch am Leben waren, stehen die Unternehmen auf der falschen Seite der Geschichte", so Tracy Reiman, Executive Vice President bei Peta USA. "Peta fordert die Unternehmen auf, nicht mehr länger aus dem Leid von Pythons und Echsen zu profitieren und den Verkauf von Exotenleder endlich einzustellen."

Nicht die erste Recherche in der LVMH-Zulieferkette

Mit der aktuellen Recherche aus indonesischen Betrieben decken Peta-Partnerorganisationen nicht zum ersten Mal Tierquälerei in der Zulieferkette von LVMH auf. Auch ein Augenzeugenbericht von PETA Asien aus vietnamesischen Krokodilfarmen brachte bereits ähnlich grausame Aufnahmen ans Licht der Öffentlichkeit. In den Farmen, die das Unternehmen mit Tierhäuten belieferten, werden Tausende Reptilien in dreckigen Betongruben gehalten, von denen manche kleiner sind als die Tiere selbst.

Und auch für die bekannten Louis-Vuitton-Taschen aus Straußenleder mit ihrer charakteristisch genoppten Struktur scheinen die Tiere großes Leid zu erfahren, wie Aufnahmen von PETA USA belegen. Die Strauße werden rund ein Jahr lang in kahlen Pferchen gehalten, bevor sie im Schlachthof getötet werden. Wie die Recherche aufdeckte, werden sie hierzu gewaltsam fixiert, mit dem Kopf nach unten gedreht und per Elektroschock betäubt, bevor ihnen vor den Augen ihrer Artgenossen die Kehle durchgeschnitten wird.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.