Im Zuge der zukünftigen Einführung des E-Rezepts in Deutschland sei mit einem enormen Zuwachs im Online-Apothekengeschäft zu rechnen, sagte Müller. Douglas wolle diese Wachstumschance systematisch nutzen. Gestartet werden soll im Laufe der ersten Jahreshälfte zunächst in Deutschland mit rezeptfreien Arzneimitteln. Die Möglichkeit zur Bestellung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln soll auf dem Douglas-Marktplatz im Laufe des Jahres folgen.

Die für das  Digital-Geschäft zuständige Douglas-Managerin Vanessa Stützle kündigte an: "Wir planen eine schrittweise Expansion des Online-Apothekenangebots in unsere europäischen Kernländer, womit wir in einen Markt mit einem Gesamtumsatz 2020 von mehr als 160 Milliarden Euro eintreten."

Noch steht die Übernahme unter Vorbehalt des Kartellrechts. Douglas und der Disapo-Gründer und -CEO Sebastian Kraus haben eine Kaufvereinbarung unterzeichnet. Kraus bleibt Geschäftsführer bei disapo.de. "Wir haben Disapo in den vergangenen Jahren mit viel Leidenschaft und Energie zu einer leistungsstarken Online-Apotheke geformt", sagt Kraus. "Zusammen mit Douglas bündeln wir nun unsere Stärken und erschließen uns hervorragende Wachstumsperspektiven."

Der deutsche Apothekenmarkt wird für 2020 auf rund 60 Milliarden Euro Umsatz geschätzt, in den Douglas-Kernländern Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Österreich und den Niederlanden belief sich das Volumen hier zuletzt auf geschätzte mehr als 100 Milliarden Euro. Auf den Onlinehandel entfielen in Deutschland 2020 rund fünf Prozent des Gesamtmarktes.

am/dpa


Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".