Das Ziel der Marke: bis 2025 das Zugehörigkeitsgefühl von 10 Millionen Menschen auf der ganzen Welt zu steigern. "Der neue Markenzweck dient als konkreteres Bekenntnis zu dem, woran wir als Marke schon immer geglaubt haben: jede*r hat das Recht, Momente des Glücks zu genießen und Spaß ist der stärkste Weg, Menschen das Gefühl zu geben, dazuzugehören", sagt Cathryn Sleight, Chief Growth Officer bei Mars Wrigley. "Von Produktinnovationen bis hin zu Markenkampagnen, unseren weiterentwickelten Charakteren und unseren Erlebnisgeschäften werden wir bunte Bilder, inklusive Botschaften und unseren Purpose in alles einbeziehen. Damit zeigen wir, dass wir alle zusammen mehr Spaß haben."

Mehr Integration möchte Mars an verschiedenen Stellen schaffen. Die eigene "Full Potential Platform" setze sich daher für die Gleichstellung der Geschlechter an den Arbeitsplätzen, auf dem Markt und in den Gemeinden ein, aus denen Rohstoffe bezogen werden. Ob das auch umgesetzt wird, wird vermutlich nicht kontrolliert. 

Purpose im Gegensatz zum Handeln

Auch ein Teil der Netzgemeinde zweifelt an der Fürsorglichkeit des Unternehmens. Zwar kommentieren Fans der Marke den Post auf Twitter mit Herzchen, viele finden aber, Süßigkeiten sollten nicht politisch sein. 

Auch fragen sich viele, wie es vereinbar sein kann, sich nach Außen für mehr Gerechtigkeit und Zugehörigkeit stark zu machen, wenn man im Unternehmen intern ganz andere Mittel einsetzt um zum Ziel zu kommen.

Schokoladenhersteller wie Mars und Nestle geraten immer weder in die Kritik aufgrund ihrer ganz und gar nicht gerechten Produktionspraktiken. So läuft gegen Mars, Nestle, Cargill, Hershey, Olam, Mondelez und Barry Callebaut in den USA eine Klage, weil sie angeblich auf Kinderzwangsarbeit setzen, um billig Kakao zu ernten.


Autor: Katrin Ried

Ist Autorin der W&V. Neben Marketingthemen beschäftigt sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.