Was Newsletter-Betreibern kaum gefallen wird: Mit der Protonmail-Adresse können weiterhin Online-Accounts eingerichtet und Newsletter abonniert werden. 

Protonmail ist dafür bekannt, die Konfratation mit anderen Unternehmen zu suchen. Im Oktober 2020 warf Gründer Andy Yen Apple in einem Interview mit TheVerge vor, das Unternehmen "handele wie die Mafia". Yen zufolge wurde Protonmail bereits 2018 von Apple förmlich dazu gezwungen, In-App Käufe in seine App zu integrieren. Apple habe dabei "wie jede gute Mafia" gewartet, bis Protonmail einen soliden Kundenstamm hatte und dann begonnen, sie unter Druck zu setzen. Apple habe ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und Protonmail musste dem zustimmen, um weiter erfolgreich sein zu können: "Sie sind Richter, Geschworene und Henker auf ihrer Plattform. Man kann keine faire Anhörung bekommen."

Er sieht dadurch speziell Mail-Apps im Nachteil gegen große Gratis-Angebote wie Gmail. Durch Apples Praktiken wäre es für kleinere Firmen wie Protonmail, die mehr auf Sicherheit setzen, unnötig schwieriger, sich durchzusetzen. Den Clash mit Apple hat Protonmail bisher verloren, es gelten weiter Apples Regeln. Was aber wird jetzt aus Newsletter-Abonnenten, die sich über Protonmail registrieren? Für Werbetreibende sind diese Empfänger dann wohl unnütz...

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 26. Januar 2022:

iPhone droht Einfuhr-Verbot in Deutschland

Kunden-Wut auf Dazn nach Preis-Schock

Neuer Hype: Statt "Wordle" jetzt "Absurdle"

Nuki: Smartes Türschloss neu mit Universal-Zylinder

 

 

 

  


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.