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Neue Funktion:
Twitter animiert zum Artikel-Lesen

Die US-Plattform Twitter hofft, dass ihre Nutzer Artikel tatsächlich lesen, bevor sie sie weiterverbreiten. Dafür führt das Unternehmen nun weltweit einen Hinweis ein, sich doch vorher den Inhalt anzusehen. 

Text: W&V Redaktion

21. Oktober 2020

Die US-Plattform Twitter hofft, dass ihre Nutzer Artikel tatsächlich lesen, bevor sie sie weiterverbreiten.
Die US-Plattform Twitter hofft, dass ihre Nutzer Artikel tatsächlich lesen, bevor sie sie weiterverbreiten.

Foto: Twitter

Im Juni dieses Jahres startete Twitter den Test einer neuen Funktion, bei der die User mit Hilfe eines Hinweises zum Lesen von Artikeln animiert werden sollen, bevor sie diese per Retweet weiterverbreiten - mit positiven Effekten, wie die US-Plattform betont.

Wenn Nutzer dazu aufgefordert werden, einen Artikel zu lesen bevor sie ihn twittern, öffnen sie den entsprechenden Inhalt bei Twitter 40 Prozent häufiger als zuvor. Gleichzeitig nahm der Anteil derjenigen, die einen Artikel erst öffnen bevor sie ihn teilen, um 33 Prozent zu. Das Unternehmen rollt diese Prompt-Funktion jetzt weltweit aus. 

"Artikel können auf Twitter leicht viral gehen. Das ist einerseits großartig für den schnellen Austausch von Informationen. Es kann aber auch schädlich für einen fundierten Meinungsaustausch sein, besonders wenn Nutzer nicht gelesen haben, was sie gerade twittern. Daher haben wir einen Hinweis getestet, um die Leute dazu zu animieren, Artikel vor dem Teilen zu lesen. Das Ergebnis: Nutzer öffnen entsprechende Artikel vor dem Retweeten häufiger, was wiederum zu einer fundierteren und überlegteren Kommunikation beiträgt", so Suzanne Xie, Director of Product Management bei Twitter und Leiterin des Projekts.

Die Funktion berücksichtigt aktuell ausschließlich Links, die zu Nachrichtenseiten führen und es wird lediglich erfasst, ob der Link in den vergangenen sieben Tagen bereits über Twitter aufgerufen wurde. Entsprechend überprüft der Dienst nicht, ob der Artikel schon vorher beispielsweise mit der App einer Nachrichtenseite oder direkt per Handy-Browser geöffnet wurde. Trotz der Lese-Aufforderung ist es nach wie vor möglich, Beiträge einfach so zu teilen.

Foto: Twitter


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W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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