Technisch flexibel nutzbare Grundlage

Die Plattform wird im Bereich Produktion und Postproduktion einfach zu bedienende Tools beinhalten. Innerhalb der Podcast-Folgen lassen sich an beliebigen Stellen Slots definieren, in denen jegliche Werbeformen – vom Native-Ad bis zum Audio-Spot – ausgespielt werden, womit die technische Grundlage gelegt ist sowohl für individuelle Vermarktungsmöglichkeiten der Verlage als auch für eine Bündelung auf nationaler Ebene.

Mit dem Campaign Manager können auf Tagesbasis Werbekampagnen gebucht und ausgespielt werden. Das System kann dabei Werbung nicht nur in neu erstellte Podcasts einbauen, sondern auch in bereits produzierten Podcasts platzieren. "Damit lässt sich verhindern, dass in Long-Tail-Podcasts noch der Sponsor von vor zwei Jahren zu hören ist", so Schmitz-Vianden. Zudem bietet Sonarbird eine Schnittstelle zu AdsWizz, einem führenden Anbieter für programmatische Audio-Werbung und damit einen Zugang zur nationalen Vermarktung.

Das Hosting und die Distribution der Inhalte übernimmt ebenfalls Sonarbird. Per Mausklick des Redakteurs erfolgt die Bereitstellung der fertigen Podcasts auf allen gängigen Podcast- Kanälen bis hin zu Alexa-Smartspeakern.

Bei Podcasts kommt es auf eigene Kanäle an

Aus strategischer Sicht ist es sinnvoll, über die Auswahl dieser Kanäle intensiv nachzudenken. "Verlage haben in der Vergangenheit mit ihren Inhalten andere Player stark gemacht und kämpfen nun um die Monetarisierung dieses Contents", so Schmitz-Vianden. "Daher spricht viel dafür, bei Podcasts einen anderen Weg einzuschlagen und die User frühzeitig in eigene Kanäle zu lenken."

Ein täglicher Podcast zur freien Verwendung

Daneben wird die OMS zusammen mit einer namhaften Audio-Nachrichtenagentur selber einen täglichen News-Podcast als Ergänzung und Alternative zu bereits bestehenden Angeboten produzieren. Verlage haben dann die Möglichkeit, ihn mit eigenen Sound-Elementen (Station-ID) zu individualisieren, ihn entweder eins-zu-eins auszustrahlen oder durch lokale Beiträge anzureichern.

Schmitz-Vianden: "Ein täglicher Podcast ist wichtig, um Hörerfrequenz, Reichweite und Loyalität aufzubauen. Zudem schafft er ein homogenes Inhaltsumfeld, das sich dann auch national vermarkten lässt."

Die Analytics-Funktionen runden das Audio-Paket für die Verlage ab. Schmitz-Vianden bedauert, dass es bisher noch keine einheitlichen und branchenweit vergleichbaren Nutzungsdaten für Podcasts gibt. "Deswegen freuen wir uns zum einen auf den Erkenntnisgewinn über unsere eigenen First-Party-Daten, zum anderen sind wir aktiv in den Gremien, die sich derzeit mit einer abgestimmten Podcast-Währung beschäftigen."

Auch Nicht-Verbandsmitglieder können das Angebot nutzen

Die OMS bietet die Teilnahme auf der Plattform allen Zeitungs- und Zeitschriften-Verlagen in Deutschland an und möchte das Angebot bewusst nicht auf die OMS-Gesellschafterverlage beschränken. Schmitz-Vianden: "Es ist seit jeher eine Stärke der OMS, Inventar und Interessen verlagsübergreifend zu bündeln. Nur in der Gemeinsamkeit können wir auch im neuen Geschäftsfeld erfolgreich sein und gegen die Big Player bestehen."

Wolfgang Schmitz-Vianden, OMS-Geschäftsführer.

Wolfgang Schmitz-Vianden, OMS-Geschäftsführer.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.