Hauptinformationsquelle für aktuelle Ereignisse aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind nach wie vor die öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender. Nur die jüngeren Befragten verlassen sich hierfür zunehmend auf Social Media: Mit 49 Prozent konsultieren mehr unter 30-Jährige Instagram, Facebook und Co. für aktuelle Informationen als die ÖR-TV-Sender (37 Prozent).

Die Top-Plätze unter den Streaming-Anbietern belegen weiterhin Netflix (38 Prozent) und Amazon (38 Prozent). Dabei gibt es zunehmend Überschneidungen: rund 70 Prozent der User beziehen jeweils auch das Konkurrenz-Angebot (2019 waren es rund 60 Prozent). Es folgen die Mediatheken von ARD und ZDF, die mit 29 Prozent und 28 Prozent identische Nutzeranteile haben und damit noch vor Disney Plus (16 Prozent) liegen. Die Mediathek von Arte wird von 11 Prozent der Befragten genutzt und somit gleichauf mit den privaten Mediatheken von ProSieben (Joyn) und RTL (TVNow). 19 Prozent bekunden Interesse an einem neuen oder weiteren Streaming oder Pay TV-Abo. Unter den aktuellen Streaming-Usern sind es sogar 26 Prozent. Insgesamt werden derzeit im Schnitt 1,4 Streaming- oder Pay-TV-Abos genutzt, maximal vorstellbar sind 2,0. 63 Prozent der Befragten verfügen über einen Streamingfähigen Fernseher, bei der jüngeren Altersgruppe sind es sogar 76 Prozent.

Für die Studie hat die GfK im Auftrag von TVSpielfilmPlus 2.009 Personen zwischen dem 05. und 12. März 2021 online befragt. Eine Zusammenfassung gibt es hier.


Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.