Ja, wir gehen am 1. Mai in die dritte Runde. Sechs Deep Dive-Module haben wir entwickelt. Von einem Marktüberblick über Zielgruppen-, KI- und Kreationsthemen bis hin zu medienrechtlichen Regularien ist alles dabei. Mit einem Tag pro Monat ist das Programm im Eigenstudium locker zu schaffen. Zum Abschuss erhalten die Teilnehmenden bei einem physischen Treffen mit einem spannenden Tagesprogramm ihr Zertifikat und sind im wahrsten Sinne des Wortes „future ready“.

Sowohl bei der Academy als auch bei der Masterclass haben Sie Partnerschaften mit Hochschulen. Wie kann man sich die Zusammenarbeit konkret vorstellen?

Sowohl mit der IST Hochschule für Management als auch mit der macromedia haben wir eine Stipendien-Partnerschaft für unsere Masterclass. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Angebot derart wertgeschätzt wird. Die beiden Hochschulen gehören zudem zu den rund 15 weiteren, die inzwischen unsere Academy unterstützen. Das tun sie vor allem, indem sie bei ihren Studierenden für die Teilnahme werben. Teils werden Academy-Sessions sogar in den Hörsaal übertragen. Für die Hochschulen sind wir die Brücke zur Praxis. Wir flankieren das Studium mit wertvollen Insights unserer Branche und bieten zugleich den Zugang zu potenziellen Arbeitgebern.

Vor wenigen Wochen waren Sie beim w&v Summit auf der Bühne und haben mit Ines Imdahl vom rheingold salon und Kristina Bulle von Procter & Gamble darüber gesprochen, warum ein differenzierter Blick auf die Zielgruppe 50 plus überfällig ist. Welche Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen können Sie Werbetreibenden mit auf den Weg geben?

Wer auf die Zielgruppe 50 plus setzt, setzt auf Menschen mit enormer Kaufkraft, die zudem der Gen Z zahlenmäßig weit überlegen ist. Es bedarf jedoch einer werblichen Ansprache auf Augenhöhe, die die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit abholt, fernab von Vorurteilen und Klischees und ohne Belehrungen. Fast 50 Prozent der Menschen im DACH-Raum sind in dieser Altersgruppe. Sie ist sehr wohl offen für Neues, versteht sich als mitten im Leben stehend und will ernst genommen werden. Menschen über 50 erwarten exzellenten Service und sehr gute Produktqualität. Ist das nicht gegeben, wird die Marke so schnell gewechselt wie ein Swipe nach links. Sie sind offen für neue Erfahrungen, egal ob es dabei um FMCG, Technik oder Autos geht. Fakt ist: Dass man Menschen über 50 automatisch mitbekommt, quasi als Beifang im Fischernetz, ist ein Trugschluss.

Mit der Studie „50+ und Schluss?“ hat Screenforce zusammen mit Gerolsteiner Brunnen eine umfassende Grundlagenstudie ermöglicht, die all das und noch viel mehr offenbart hat, was Sie gerade geschildert haben. Im Werbemarkt hat diese Studie viel Beachtung gefunden. Wie geht es jetzt weiter mit dem Projekt?

Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich P&G der Initiative 50 plus angeschlossen hat, weitere Werbetreibende sind herzlich willkommen. Das Thema 50plus bleibt ein Prio 1-Thema auf unserer Forschungsagenda. Wir werden uns zusammen mit dem rheingold salon weiter damit befassen und verschiedene Fragestellungen vertiefen. Etwa, ob man im Arbeitsleben oder im Ruhestand ist. Auch eine weitere Differenzierung nach Männern und Frauen wird sicher neue spannende Erkenntnisse liefern. Mehr dazu im Laufe des Jahres.

Die Forschungsarbeit ist in der DNA von Screenforce fest verankert. Was steht sonst noch auf euren Research-Agenda in diesem Jahr an?

Ein Thema, mit dem wir uns in diesem Jahr intensiv befassen, ist das Thema Emotion als wichtige Variable für die Wirkung von Werbung. Der technische Fortschritt eröffnet neue enorm spannende Möglichkeiten, wie man sich dem Thema nähern kann. Etwa via KI-gestützter Gesichtsanalyse zur Messung von Emotionen. Die Ergebnisse werden wir im Mai im Rahmen eines Webinars zusammen mit den Research-Experten von eye quare vorstellen. Stay tuned.

Am 2. Juli kommt das Screenforce Festival zurück. Möchten Sie uns schon verraten, was die Besucher erwartet?

Wir werden zeigen, warum Bewegtbild mehr denn je der stärkste Motor für die Markenkommunikation ist. Ohne schon zu sehr ins Detail gehen zu können, sei so viel verraten: Tagsüber präsentieren die TV- und Bewegtbildhäuser der Screenforce-Familie unseren Gästen packende Live-Screenings mit aufwändigen Inszenierungen und exklusiven Einblicken in ihre Content-Strategien. Auf die ein oder andere Überraschung darf man dabei gespannt sein. Unsere Besucherinnen und Besucher können sich auf sensationelle Auftritte und hochkarätige Speaker freuen – vom Beginn des Programms an bis zum fulminanten Finale. Ab 18 Uhr geht’s dann nahtlos weiter mit Summer-Party-Vibes in unserem Beach Club auf dem Festivalgelände.

Der Standort Düsseldorf bleibt, aber dieses Mal geht es in die Mitsubishi Electric Halle. Warum denn kein Zelt mehr?

Wer beim letzten Mal dabei war, weiß, wie stimmig das Zelt im Zentrum des Festivals war. Die Bewertung des Gesamtkonzepts unserer Gäste war die Beste, die wie je hatten. Sogar noch etwas besser als bei den Screenforce Days vor der Corona-Pandemie. Wir hatten beim Festival 2024 aber auch ungemein Glück mit dem Wetter, es war perfekt! Wäre es brüllend heiß gewesen, hätte man es im Zelt nicht ausgehalten. Hätte es geregnet, wäre man im Matsch versunken. Wir wollten kein zweites Mal darauf setzen, dass Petrus es gut mit uns meint. Die Mitsubishi Electric Halle bietet uns den perfekten technischen Rahmen, zudem hat man von jedem Platz eine super Sicht auf die Bühne. Außerhalb halten wir am bewährten Festival-Konzept fest – in diesem Sommer im Beach Club Style.

Nach dem Festival ist vor der Dmexco. Ist Screenforce erneut mit von der Partie?

Die Dmexco ist ein Must-Attend Event für die gesamte Branche. Wir sind daher auch dieses Jahr wieder dabei, schließlich sind die Screenforce-Gesellschafter eine feste Größe im Total-Video-Business. Das Team der Dmexco macht einen großartigen Job, wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit sehr.

Was ist konkret geplant?

Wir werden wieder unsere Lounge haben, sie hat sich als zentraler Treffpunkt für die Vermarkter im Screenforce-Verbund, Werbetreibende und Mediaagenturen etabliert. Zugleich werden wir auf der „Future TV Stage“ die Themen auf die Bühne bringen, die die Branche bewegen. Angefangen von ATV, CTV und KI über AdTech-Innovationen bis hin zu Werbewirkung. Mit diesem dualen Konzept hatten wir die letzten beiden Jahre „full house“ und wir freuen uns, es fortzuführen.


Die Screenforce Academy findet von 21.-23. April statt.

Die Screenforce Academy findet von 21.-23. April statt.

Screenforce Academy von 21. bis 23.4. - jetzt noch anmelden!

Vom 21. - 23. April haben alle Interessierten in der Medien-/Media-Branche sowie Studierende aus Medien, Marketing, Journalismus und Kommunikation bei der Screenforce Academy die Chance, ihrem Medienwissen einen Boost zu verleihen.

Expert:innen aus den führenden deutschen Total Video-Vermarktungsunternehmen und ihren Mutterhäusern sowie externe Referent:innen geben praxisnahe Einblicke in Form von Keynotes, Cases, Talks – kurzweilig, nahbar, interaktiv. Das gesamte Programm sowie einen Link zur Anmeldung gibt es hier.


W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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