Dabei macht sich das schwedische Möbelunternehmen gleich zwei Trends zunutze, wenn auch nur in virtueller Form. Da ist zum einem die wachsende Sorge der Menschen um ihre psychische Gesundheit. Nachdem sie sich in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt um ihre körperliche Fitness gekümmert haben, rückt nun mehr und mehr das seelische Wohlbefinden in den Blickpunkt des Interesses.

Zum anderen nutzt Ikea die zunehmende Sehnsucht nach einer Wir-Kultur, die Beziehungen und Begegnungen in der realen Welt fördert. Dieser Wunsch findet momentan seinen Ausdruck im Corona bedingten weltweiten Ausbruch von Nachbarschaftshilfe. Im Spiel wird Ikea zum Nachbarn, der seinen Mitmenschen bei der Lösung eines gravierenden Alltagsproblems hilft und andere auffordert, es ihm gleich zu tun."

Wolf Thiem ist Mitinhaber von Gretchenfrage! Agentur für kreative Antworten, und Mitbegründer von PudelsKern, dem Shopper Xperience Designlab von Gretchenfrage. Er ist Trendblogger und Herausgeber von Trendreports.


Autor: W&V Gastautor

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