Auch in Deutschland gibt es die Value-Action-Gap: So glauben 72 Prozent der in Deutschland befragten Personen, dass ihre Mitmenschen beim Einkaufen eher an den eigenen Geldbeutel als an die Klimakrise denken. Und tatsächlich stören sich knapp drei Viertel (73 Prozent) der Befragten am vermeintlich höheren Preis nachhaltiger Produkte. 61 Prozent der Deutschen führen das inkonsistente Handeln ihrer Mitbürger:innen darüber hinaus auf eine unzureichende Informationslage zurück und 53 Prozent sind beim Einkaufen schlicht derart in Eile, dass sie gar nicht erst an ein nachhaltiges Kaufverhalten denken. Fazit: Für Verbraucher:innen ist das Thema Nachhaltigkeit beim Shoppen nur eines von vielen Kriterien, die das Kaufverhalten beeinflussen.

Für den Sustainability Sector Index 2021 wurden die Einstellungen von über 34.000 Proband:innen aus 35 Ländern zu nachhaltigem Konsumverhalten abgefragt.


Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.