Trotzdem gibt es Anlass zu Optimismus, wie der Initiator der Studie, Thomas Hagemann, Gründer und Co-CEO von Seven Senders, betont: "Wir sehen auch, dass 57 Prozent der Befragten heute bis zu einer gewissen Summe bereit sind, mehr Geld für eine nachhaltige Lieferung zu bezahlen. Dabei ist insbesondere der Zuspruch für höhere Aufschläge ab 50 Cent seit 2021 deutlich gestiegen. Das spricht für eine wachsende Bereitschaft, die Anstrengungen des Onlinehandels für eine noch bessere Klimabilanz auch auf Verbraucherseite mitzutragen."

Ein Pilotversuch in den Niederlanden zeigte jüngst, dass transparente Informationen und eine anschauliche Nutzerführung insbesondere beim Checkout Kunden relativ einfach davon überzeugen können, beispielsweise alternative Zustelloptionen in Betracht zu ziehen.

"Daraus lassen sich auch hierzulande wertvolle Insights für E-Commerce-Anbieter ableiten", ist Hagemann überzeugt: Wer seinen Kunden die Vorteile einer klimafreundlichen Lieferung und Rückgabe vermitteln kann sowie den CO₂-neutralen Versand gegen Aufpreis anbietet, erreicht am Ende zumindest mehr fürs Klima als durch Aufschläge, die bestehende Erwartungen enttäuschen.

Text: Bärbel Edel


Autor: W&V Redaktion

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