Das Interesse an dekorativer Kosmetik brach 2020 deutlich ein, die Verkaufszahlen gingen um 13 Prozent zurück und auch in den Online-Gesprächen gingen die Erwähnungen zurück: im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent und der Abwärtstrend hält weiter an.

Steigendes Interesse dagegen erhält das Thema Nachhaltigkeit. Zwischen 15. April 2020 und 15. April 2021 stiegen die Online-Gespräche zu Kosmetikprodukten und Nachhaltigkeit um 35 Prozent an. Die Erwähnungen über Naturkosmetik nahmen um 33 Prozent an und die Erwähnungen über Bioprodukte um 16 Prozent.

Ebenfalls im Trend sind die Themen Zero Waste, weniger Plastik und recycelte Verpackungsmaterialien. Davon profitieren unter anderem Produkte wie feste Kosmetik, mit wenig Verpackung verkauft wird. Die Verbrauchergespräche rund um feste Kosmetik stiegen in den vergangenen zwölf Monaten um 16 Prozent an. Alverde, Lush und Balea werden in diesem Zusammenhäng erwähnt.

Auch bei den Inhaltsstoffen zeigt sich der Trend zur Nachhaltigkeit. Clean Beauty ist ein Trend, der im vergangenen Jahr um 185 Prozent mehr Gespräche nach sich zog. Dabei ging es unter anderem um vegane Produkte, den Verzicht auf Tierversuche und um Naturkosmetik. Über die Inhaltsstoffe Hanf, Sheabutter, Heilerde und Hyaluron wurde online deutlich mehr gesprochen.

Zur täglichen Pflege gibt es zwei gegenläufige Trends. Zum einen wünschen sich die User:innen unkomplizierte Routinen, zum anderen machen sie daraus ein eigenes Ritual, bei dem sie sich Zeit für sich selbst nehmen.


Franziska Mozart
Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.