Kompetenz ist kein Nice-to-have mehr

Spätestens hier wird klar: KI-Kompetenz ist kein optionales Skillset mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für Führungsfähigkeit. Wer Entscheidungen trifft, muss verstehen, wie KI zu Ergebnissen kommt. Wer Verantwortung trägt, muss Risiken einordnen können. Und wer Wettbewerbsvorteile sichern will, darf KI nicht dem Zufall überlassen.

Hinzu kommt ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird: Regulierung. Die EU-KI-Verordnung ist längst in Kraft, doch vielen ist nicht klar, was sie konkret bedeutet. Pflichtschulungen bleiben die Ausnahme. Das ist weniger ein Wissensproblem als ein Organisationsproblem – und damit erneut eine Führungsfrage.

Die gute Nachricht: Der Zeitpunkt ist ideal

So paradox es klingt: Genau jetzt ist der richtige Moment, um zu investieren.
Nicht, weil Unternehmen zu spät dran wären, sondern weil sich die Spielregeln gerade erst klar abzeichnen. KI ist verbreitet genug, um relevant zu sein – aber noch jung genug, um Strukturen bewusst zu gestalten.

Erfolgreiche Unternehmen gehen dabei nicht radikal, sondern systematisch vor. Sie schaffen zunächst eine gemeinsame Basis: ein einheitliches Verständnis von KI, ihren Möglichkeiten, Grenzen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend entwickeln sie gezielt Rollen: KI-Botschafter, die Wissen ins Team tragen, Führungskräfte, die KI souverän einordnen, und KI-Manager, die Strategie, Umsetzung und Governance zusammenführen.

Der entscheidende Punkt: Sie machen ihre eigenen Mitarbeitenden zu den Expert:innen – statt auf externe Lösungen oder kurzfristige Tool-Hypes zu setzen.

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KI ist kein Tool-Thema – sondern ein People-Thema

Die Diskussion über KI wird noch zu oft technisch geführt. Dabei zeigt die Studie sehr klar: Die größten Hürden liegen nicht in der Technologie, sondern in fehlender Orientierung, unklaren Zuständigkeiten und mangelnder Befähigung.

Wer KI heute richtig nutzen will, muss weniger über Tools sprechen – und mehr über Menschen. Über Lernen, Verantwortung und Führung. Unternehmen, die das erkennen, haben keinen Nachteil. Sie haben einen Vorsprung.

Was bedeutet das konkret für Marketingverantwortliche?

1. Mit einer gemeinsamen Basis starten

Alle Mitarbeitenden, die mit KI arbeiten, sollten ein einheitliches Grundverständnis haben – fachlich, rechtlich und organisatorisch.

2. Multiplikatoren aufbauen

Einzelne Mitarbeitende als KI-Botschafter ausbilden, die Wissen bündeln, weitergeben und Standards mitentwickeln.

3. Führungskräfte gezielt einbinden

KI verändert Entscheidungen – Führungskräfte brauchen Orientierung, nicht nur Tools.

4. Profis entwickeln statt einkaufen

KI-Manager im eigenen Unternehmen ausbilden, die Strategie, Umsetzung und Governance verbinden.

5. Weiterbildung als Prozess denken

Nicht als Einmalmaßnahme, sondern als kontinuierlichen Kompetenzaufbau.

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W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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