Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Krieg der Steine: Lego will seine Noppen schützen

Lego zieht erneut gegen einen Paderborner Einzelhändler vor Gericht, der "Klemmbausteine" alternativer Hersteller verkauft. Diesmal geht es allerdings nicht um die Steine, sondern die kleinen Figürchen und ihre Noppen.
© W&V

Der Krieg der Steine geht in die nächste Runde: Spielwarenhersteller Lego will am Freitag, den 20 Mai 2022, in einem Verfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht einem Paderborner Händler den Verkauf von bestimmten Konkurrenzprodukten verbieten lassen. Lego sehe in dem Verkauf der Produkte einen Verstoß gegen das Marken-, Design- und Urheberrecht, teilte das Gericht mit. 

2015 wurde der Markenschutz für die Figuren bestätigt

Lego hat seit 2008 zwar kein Patent mehr auf die Produktion der Steine, doch nach Auffassung der dänischen Firma könnten die von dem Händler vertriebenen Spielfiguren mit den Lego-Minifiguren verwechselt werden. Den Streitwert bezifferte das Gericht auf 500.000 Euro. 

Lego hatte sich die dreidimensionale Darstellung der Spielzeug-Figur mit und ohne Noppe auf dem Kopf bereits im Jahr 2000 europaweit schützen lassen. 2015 hatte das EU-Gericht den Markenschutz für die Spielzeugfigur in einem Urteil bestätigt.

Im aktuellen Verfahren geht Lego erneut gegen den Einzelhändler Thorsten Klahold vor, der sich darauf spezialisiert hat, zum Lego-System kompatible "Klemmbausteine" und Sets anderer Hersteller zu verkaufen. Im Dezember 2021 und Januar 2022 spitzte sich der Streit zu, als Lego chinesische Ware beschlagnahmen ließ, die Klahold für sein Ladengeschäft "Steingemachtes" bestellt hatte.

Neueste Beiträge

Der GWA zur Wahl in Sachsen-Anhalt
WuV Community Icon Larissa Pohl: „Das ist kein Ost-Thema"
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt will GWA-Präsidentin Larissa Pohl die Demokratiedebatte stärker in die Mediaplanung tragen. Statements für Demokratie reichen ihr nicht. Sie will an einen deutlich wirkungsvolleren Hebel: die Milliarden, die Werbungtreibende in Plattformen investieren. Die hält sie für zu hoch - und ineffizient.
5 Minuten
10. Sep 2026
Restrukturierung vs. Insolvenz
WuV Community Icon Der vierte apokalyptische Reiter der Agenturkrise heißt Arbeitsrecht
Das deutsche Arbeitsrecht verhindert vielfach erfolgreiche Restrukturierungen von Agenturen und ist ein zentraler, aber weitgehend unbeachteter Faktor bei Insolvenzen. Es braucht dringend einer Reform, die den Anforderungen unserer Branche gerecht wird. Ein Blick nach Dänemark hilft, meint Frank Müller, CEO der Conteam Gruppe.
5 Minuten
Retail Media im Baumarkt
WuV Community Icon Toom kommt spät, aber mit Rückenwind
Toom öffnet erstmals sein Retail-Media-Inventar. Rund 300 Märkte, App und Loyalty-Daten werden zur Werbefläche. Doch im DIY-Markt ist OBI längst weiter und auch Bauhaus rüstet auf.
5 Minuten

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige