Das Smartphone ist mit 68 Prozent das mit Abstand meistgenutzte Gerät für den Nachrichtenkonsum. Während das Internet insgesamt mit 44 Prozent als Hauptnachrichtenquelle knapp vor dem Fernsehen (41 Prozent) liegt, gewinnt der digitale Raum durch die Vielfalt an Zugängen. Dabei gibt es einen klaren Wunsch des Publikums nach Objektivität: Eine deutliche Mehrheit (64 Prozent) der Befragten bevorzugt Quellen, die keine bestimmte Meinung vertreten.

Nutzer, die den Einfluss des öffentlich-rechtlichen Rundfunks positiv bewerten, heben hervor, dass dieser qualitativ hochwertigen Journalismus produziert (59 %) und sicherstellt, dass jeder Zugang zu wichtigen Informationen hat (63 %).

Newsfluencer ersetzen klassischen Medien nicht

Ein neuer Fokus des Berichts liegt auf Newsfluencern. Diese erreichen zwar vor allem die Jüngeren - 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen wöchentlich Inhalte von Influencern mit Nachrichtenbezug –, ersetzen klassische Medien aber nur selten. News Creator werden eher als unterhaltsamer wahrgenommen, erreichen aber nicht die Glaubwürdigkeitswerte traditioneller Marken.

Auch generative KI spielt im Nachrichtenalltag bisher nur eine Nebenrolle: Lediglich fünf Prozent der Onliner nutzen KI-Chatbots wöchentlich für Nachrichten. Wer sie nutzt, tut dies primär, um Themen zusammenfassen zu lassen oder Nachfragen zu stellen.

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Autor: Julia Gundelach

Julia Gundelach ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.