Umsatzentwicklung

Jede vierte Agentur verzeichnet ein Umsatzplus.

Offenbar haben viele Werbungtreibende den Fuß vom Bremspedal genommen oder verfügen noch über Restetats für neue Projekte, die bis Ende des Jahres aufgebraucht werden müssen. Denn der Anteil der Agenturen mit Umsatzplus erhöhte sich von 3 auf aktuell fast 24 Prozent. Lediglich 16 Prozent der Agenturen spüren keine Zunahme der Nachfrage.

Umsatz aktualisiert September

Zwei Drittel der Agenturen müssen Umsatzeinbußen hinnehmen.

Agenturen mit einer gewissen Größe kommen anscheinend besser durch die Krise. Keine einzige Agentur mit mehr als 100 Mitarbeitern hat Umsatzeinbußen von über 50 Prozent. Die Erklärung ist relativ einfach. Größere Häuser haben in der Regel ein breiteres Kundenportfolio und sind damit weniger abhängig von einzelnen Auftraggebern. Fällt der eine oder andere Kunde weg, so schlägt dies weniger hart aufs Gesamtergebnis durch. Ganz anders die Situation bei kleinen Häusern bis zu 25 Beschäftigen. Gut jede dritte Firma hat Einbußen bis und über 50 Prozent. Für sie dürfte es in den kommenden Monaten sehr schwierig werden.

Nach wie vor nützen viele Agenturen, große wie kleine, die Möglichkeit der Kurzarbeit, wenn auch der Anteil gesunken ist. Aktuell sagen das 36 Prozent von sich. Aber immerhin 43 Prozent, also fast jede zweite Agentur, ist bislang ohne Reduzierung der Arbeitszeit über die Runde gekommen.

Vorhaben bis Ende des Jahres

Remote Work etablieren oder ausbauen ist vorrangigstes Ziel bis Ende des Jahres.

Natürlich haben die Agenturen auf die Corona-bedingten Herausforderungen reagiert, beispielsweise durch Home Office oder durch die Entwicklung neuer Angebote. Dennoch gibt es klare Unterschiede. So beschäftigen sich die größeren Häuser vor allem mit prozessualen Themen wie Remote Work, während bei kleineren Agenturen Punkte wie Positionierung, Produkte und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen.



Peter Hammer
Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.