Außerdem schafft Havas weitere Angebotsmarken, um neue Kunden zu locken. Sie sollen innerhalb der Gruppe organisch wachsen. Havas Blockchain etwa gehört dazu in New York und Paris, Havas Edge für Performance Marketing sowie Havas Events, die in Amerika, China, Italien und Frankreich loslegen, sowie Havas Helia, ein globales CRM-Network. Darüber hinaus weitet Havas Annex aus, den Ableger für Millennials, der mithilfe von Künstlern, Fotografen, Musikern, Modeschöpfern und Infuencern Kommunikation für die neue Generation kreieren will. Das alles klingt sehr innovativ. 

"In Zeiten, in denen die Menschen 75 Prozent aller Marken nicht vermissen würden, verschwänden sie plötzlich vom Markt, wollen wir eine Gegenbewegung starten", sagt Yannick Bolloré. Die Havas Group gibt bekanntlich die Studie "Meaningful Brands" heraus. Und die kam zu dem für Marketer bedrückenden Ergebnis. 

"Ich bin Vater von vier Töchtern und schon deshalb Feminist"

Havas sieht sich für die Zukunft gut gerüstet, denn als inhabergeführtes Network denke man nicht Quartal für Quartal, sondern langfristig. Mit Vivendi und Havas Village verfüge die Agenturgruppe überdies über zwei entscheidende Wettbewerbsvorteile. 

Und noch was: Wie auch in Deutschland (siehe W&V 25/2018) arbeitet Havas seit vielen Jahren intensiv an der Agenturkultur. Und zu der gehört das noch recht junge Programm „Diversity & Inclusion“, das sie auch in Düsseldorf, Hamburg und München umsetzen. Das beschäftigt sich insbesondere damit, Frauen in Führungspositionen zu hieven. Yannick Bolloré bringt es auf den Punkt, als er sagt: "Ich bin Vater von vier Töchtern und schon deshalb Feminist!" 

Alles über Cannes lesen Sie in unserem W&V-Liveblog


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.