Kampagne für Audio-Streamingdienst :
Jung von Matt schickt Spotify an die Uni

Für die Premiumversion von Spotify hat sich Jung von Matt/Spree eine europaweite Kamapgne ausgedacht. Der Dienst soll die Studenten an sich binden.

Text: Susanne Herrmann

Spotify will Studenten von seinem Angebot überzeugen. Dafür plakatiert Jung von Matt/Spree nun rund um Unis in mehreren Ländern.
Spotify will Studenten von seinem Angebot überzeugen. Dafür plakatiert Jung von Matt/Spree nun rund um Unis in mehreren Ländern.

Studentenleben, das klingt ganz wunderbar: Ehemalige Studierende erinnern sich gern an mitreißende Vorlesungen in überfüllten Hörsälen, noch lieber an rauschende Feste mit lockeren jungen Menschen und die erschwänzten Freizeiten, in denen man lieber im Englischen Garten lag oder in die Elbe hüpfte, als im Proseminar zu dösen. Was die Studienzeit bisweilen einige Semester verlängerte. Angehende Studenten oder diejenigen, die gleich einer vernünftigen Arbeit nachgegangen sind, haben ähnlich romantische Vorstellungen vom Studentenleben. Heute kommt dazu: Das ist der Bildungsweg der Wahl, wenn man noch ein paar Jahre Freiheit und Spaß genießen will, danach aber zehnmal so viel verdienen wie alle anderen. So weit die Fantasie.

Kein Wunder, dass auch Spotify gern ein Teil des Studentenlebens wäre. Und so geht der Audio-Streamingdienst nun gemeinsam mit der Agentur Jung von Matt/Spree an die Uni. Im Rahmen einer europaweiten Kampagne für die Spotify-Premiumversion. Die kostet nach der vergünstigten Probezeit regulär rund 10 Euro im Monat. Für Studenten die Hälfte.

Dafür gibt es aber auch 35 Millionen Songs und Podcasts. Was wiederum gut zum Studentenleben passt, wo Party und Bildung Hand in Hand gehen. Und das in einer Lebensphase, in der - so stellen es sich die Kampagnenverantwortlichen vor - Studenten ihr "musikalisches Ich entdecken und ihre Musik mit Freuden und Freunden teilen".

Um da ranzukommen, kombiniert JvM/Spree natürlich Wahrheiten über das Studentenleben wie die Beispiele oben und tatsächliche Alltagselemente mit einem Schuss Ironie. "So zeigt Spotify, dass es trotz des enormen Wachstums nichts von der Coolness und Nahbarkeit der Anfangstage verloren hat", sagt Till Eckel, Geschäftsführer Kreation bei der Kreativagentur.

Eingesetzt werden die flotten Sprüche auf Außenwerbeflächen an den größten Uni-Standorten in Deutschland, Frankreich und der Türkei, außerdem auf studienrelevanten Webseiten und Social-Media-Kanälen. Zwölf Motive gibt es, die Studententhemen wie Geldknappheit und Mensaessen aufgreifen und erklären, was Spotify Premium zur Verbesserung der Studienzeit beitragen kann - zum Beispiel personalisierte Playlists, datensparende Downloads oder Werbefreiheit. Und natürlich den Studententarif von 5 Euro im Monat.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.