Alles steht und fällt (aus) mit genau zwei Dingen: Strom und Internet

Es mag banal klingen, doch wie so oft im Leben gilt: Manchmal weiß man erst, was man hat, wenn es nicht mehr da ist: Das Internet.

"Kannst du mich hören?"

"Ah jetzt höre ich dich wieder"

"Ich höre dich nur abgehackt“

Zitate einer Leitung nach Deutschland und anderswohin, die definitiv noch an der zugesicherten Leistung arbeitet. Hier ist Improvisationstalent gefragt, denn das "Setup" unseres Büros hat bislang mehr Zeit gekostet, als wir ursprünglich dafür veranschlagt hatten. WLAN-Probleme, Steckdosen, das Auto abholen, SIM-Karten organisieren – und wo gibt es eigentlich einen guten Kaffee?  Ein erstes Learning aus unserem Workation-Pionier-Projekt zeichnet sich schon klar ab: beim nächsten Mal starten wir mit einem Wochenende. Doch es ist Dienstag. Und zu Hause läuft alles wie gewohnt weiter. 

Aber mit Improvisation, Kreativität und definitiv auch einer guten Portion Spaß sind wir auf einem guten Weg, die Herausforderungen der ersten Tage zu meistern: Alle Kollegen streunen durchs Haus auf der Suche nach Strom, einem ruhigen Ort oder einem ordentlichen Wifi-Signal. Immer in der Hoffnung, keine Kurzschlüsse durch Reihenschaltungen von Verlängerungskabeln auszulösen oder nicht aus einem Call zu fliegen. Doch mit Kopfhörern auf den Ohren und den Blick auf den Pool gerichtet werden uns noch jede Menge Lösungen einfallen. 

Workation: Die Grenzen sind fließend 

Auffällig oft fällt in diesen ersten Tagen auch das Wort "Urlaub". Man kann es einem kaum verübeln, denn wir sind hier einfach zwischen den Welten. Die Sonne scheint, eine Palme ist stets im Blick. Was ist das Ganze überhaupt? Work? Vacation? Es könnte für uns nicht deutlicher sein, wie der Begriff "Workation" entstanden ist. Und man muss auch kein Fan davon sein. Am Ende bringt er es einfach auf den Punkt. Wir arbeiten im Urlaub. Oder andersherum?

Die Freiheit kommt von ganz allein 

Wir gehen hier unserem Alltag nach und genießen nebenher einige Vorzüge wie Sonne, wärmere Temperaturen und kulturelle wie kulinarische Abwechslung, lassen uns inspirieren, entwickeln uns beruflich wie persönlich weiter. Doch wird eines ganz schnell deutlich: Wenn der gewohnte Rahmen entfällt, in dem man sich in Deutschland, mit einem festen Büro, einem festen Arbeitsplatz und -ablauf, bewegt, dann ist schnell alles anders. Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich. Und das ist vermutlich auch gut so, denn sie passt sich dem an, was wir hier tun. Und zwar so, wie es für jeden individuell wichtig und richtig ist. 

Den Tag so flexibel einteilen zu können, dass man auch etwas von dem Ort hat, an dem man arbeitet – das ist unser größter Benefit. Und so zeigt sich bereits an Tag drei: Wenn möglich, arbeiten wir eher früh morgens, machen eine längere Pause, genießen ein tolles Mittagessen mit frischem Fisch an der Promenade oder die Sonne am Pool – und kehren ohne Zeitdruck am frühen Abend noch mal zurück an den Rechner. Denn alles was zählt, ist die gleiche Qualität abzuliefern wie sonst auch. Das ist es, was das Ganze am Ende zu etwas Besonderem macht. Termine mit Kunden und Kollegen in Deutschland geben dabei aber natürlich trotzdem einen gewissen Rahmen vor. 

Disziplin ist gefragt

Wir haben ein tolles Haus, das Meer, Sommer, einen Pool. All das lässt Deadlines, Projekte und Tasks aber nicht kleiner oder weniger werden und hier ist noch mehr Disziplin gefragt, als sonst. Was es also braucht, hier in Kapstadt, im Homeoffice und ganz gleich in welcher Form man "New Work" noch praktiziert, sind vermutlich stärker ausgefeilte Strategien und ein gewisser Rahmen, in dem man seinen Job auch wirklich gut und gerne macht. Mal abgesehen vom Gang ins Büro, der morgens wie abends (wenn man mal im Schema eines Acht-Stunden-Tages bleibt) oft auch hilft, um abzuschalten. Eine Kollegin beispielsweise pendelt täglich normalerweise 1 bis 1,5 Stunden. Pro Strecke! Für sie ist wohl in den nächsten Wochen der größte Luxus, einfach nur aufzustehen und da zu sein. Für andere fehlt der Weg aber vielleicht auch, um eine Grenze zu ziehen. Zwischen Arbeit und Freizeit. Womit wir wieder beim Anfang wären. Für jeden einzelnen von uns und auch als Gruppe gilt: Die Grenzen fließen. Zwischen Meerwasser und MacBook.

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Über uns

Wir sind 21TORR (übrigens nicht TOR 21) – eine Digitalagentur mit Standorten in Stuttgart, Reutlingen und Hamburg. Eine Mannschaft von acht Leuten arbeitet derzeit in einem Popup Office in Kapstadt:

Christina Bedürftig, 32, Senior Creative Concept
Philipp Farago, 27, Project Manager
Lea Gallon, 29, Concept Specialist
Joss Hänisch, 35, UX Architect
Marina Philipp, 25, Project Manager
Nils Schumann, 25, Applications Engineer
Carina Steinbock, 42 Jahre alt, Creative Director
Sven Straubinger, 31, Senior Applications Engineer

Unsere Workation kann man unter #21CAPETOWN und auf popup.21torr.com  verfolgen.

Weitere Infos über das Projekt gibt es im W&V-Interview mit den Agenturchefs Markus Reiser und Alexander Hafemann. 


Autor:

W&V Redaktion
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