Wie viele 21Torr-Mitarbeiter werden dort arbeiten?

Marcus Reiser: Ursprünglich hatten wir an 4 gedacht, aber das Interesse war so groß, dass wir jetzt 8 auf die Reise schicken. 20 haben sich beworben, die Auswahl war nicht einfach. Es sind unterschiedliche Disziplinen vertreten, Projektmanager, Designer, Entwickler. Am 8. Januar geht’s los.

Das 21Torr-Office in Kapstadt

Das 21Torr-Office in Kapstadt

Ist es ein komplettes Team für ein bestimmtes Projekt?

Marcus Reiser: Nein. Die Kollegen werden sich zwar bei Bedarf gegenseitig unterstützen, aber es geht um unterschiedliche Kunden.

Und wie haben diese Kunden reagiert?

Marcus Reiser: Positiv neugierig. Und jeder von Ihnen ist herzlich eingeladen, sich vor Ort umzuschauen.

Wieviel Geld steckt ihr in das Projekt?

Alexander Hafemann: Wir möchten keine Zahlen nennen. Sagen wir es so: Wenn wir dadurch 2 Mal den Headhunter einsparen, sind die Kosten wieder drin.

Bei der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika wird Technologie eine große Rolle spielen. Welche Tools kommen zum Einsatz?

Marcus Reiser: Eigentlich sind es dieselben wie im Kontakt zwischen unseren deutschen Standorten oder zwischen Home Office in Tübingen und Büro in Reutlingen. Wir praktizieren vernetztes Arbeiten ja schon, die Entfernung ist da zweitrangig. Slack ist zum Beispiel ein wichtiges Kommunikationstool für uns.

Das heißt, dass ihr auch in Deutschland nicht auf Präsenzarbeit besteht?

Marcus Reiser: Wir sind ergebnisorientiert und nicht präsenzorientiert. Darum sind individuelle Home-Office-Regelungen bei uns nichts Neues. Man kann über alles reden.

Wie haltet ihr es persönlich mit New Work?

Marcus Reiser: Ich persönlich mag es, unter Menschen zu sein, darum bin ich relativ oft in der Agentur. Das liegt aber auch daran, dass ich quasi um die Ecke wohne.

Alexander Hafemann: Ich bin eher der digitale Nomade von uns beiden und ohnehin den ein oder anderen Monat im Jahr auf Reisen.

Ist Urlaub bei euch Urlaub oder wird dann weiter gearbeitet?

Alexander Hafemann: Urlaub sollte auch für Agenturchefs Urlaub sein, darum schauen wir nur hin und wieder in unsere Smartphones. Von unseren Mitarbeitern erwarten wir das defintiv nicht. Die sollen abschalten und sich erholen.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.