Recruiting :
Kuppel-Date: So schräg sucht GGH MullenLowe neue Leute

Den richtigen Partner finden - oder den richtigen Mitarbeiter? Ist doch fast dasselbe. GGH MullenLowe hat sich äußert bizarr auf die Suche gemacht. Mit vielen Zuschriften.

Text: Anja Janotta

Die Videos zeigen Mitarbeiter Chris nicht unbedingt von der attraktiven Seite.
Die Videos zeigen Mitarbeiter Chris nicht unbedingt von der attraktiven Seite.

Seine Arbeit sollte man lieben, keinen Zweifel. Und manchmal ist es ebenso langwierig und kompliziert, den richtigen Partner fürs Leben zu finden wie den richtigen Mitarbeiter in einer expandierenden Agentur. GGH MullenLowe nimmt die Liebe genau in dieser Doppeldeutigkeit aufs Korn. Ihr Mitarbeiter Chris, Creative Concepter und Single, sucht nämlich eine Freundin, die den begeisterten Karaoke-Sänger auf ein Konzert der 80er Schmonzetten-Band Foreigner begleitet.

Was die Agentur als Anlass für Verkupplungsversuche der anderen Art genommen hat. 24 Stunden Bedenkzeit hatte sich der Concepter erbeten und dann eingewilligt in eine höchst abgedrehte Form des Mitarbeiter-Recruitings. Die Agentur drehte fünf äußerst schräge Videos zu Foreigners "I want to know what love ist", die Chris, nun ja, nicht eben von seiner attraktivsten Seite zeigen.

Unter dem begleitenden Hashtag #gghlove, der bislang nur intern genutzt wurde, ging die Agentur damit dann auf Mitarbeiter-Balz. Und das mit durchaus fragwürdigen Anpreisungen: "Wo Chris auch auftaucht, machen die Gefühle Burnouts und die Herzen Donuts."

Der außergewöhnliche Kuppel-Versuch hat offenbar gefruchtet: Die Videos haben im Social Web einiges an Resonanz erzielt. HR-Chefin Lena Sprang hat einen beachtlichen Stapel von 50 Bewerbungen kassiert, eine Bewerberin kam extra aus Dorrtmund angereist, nur um Chris ihr Paket zu überreichen. Auch eine Bewerberin aus Übersee hat sich gemeldet, mit einem ebenso schrägen Schmonzetten-Video als Antwort.

Wir warten auf aussagekräftige Nachahmer.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.