Sonderfall Deutschland

Für Marken und Filmfirmen doppelt fatal: Diese Herangehensweise wirkt sich auch negativ auf den Kampf um die besten Talente aus. Außerdem ist sie einzigartig in Deutschland und führt zunehmend zu einer Entkoppelung des deutschen Markts vom internationalen. Es wird dort mehr darauf geachtet, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, und nicht den günstigsten Preis. Kommunikation sollte als Investition gesehen werden, und nicht als reiner Kostenblock, den man immer weiter herunterschraubt. Vor allem in Zeiten in denen mehr als jemals zuvor anspruchsvoll kommuniziert - und somit auch produziert werden muss.

Um an dieser Stelle wieder mehr Augenmaß im Spiel zwischen Preis und Leistung in die Entscheidungsprozesse zu etablieren - mit dem Ziel einer optimalen Qualitätskultur - hat die Produzentenallianz, Sektion Werbung schon seit einiger Zeit Seminare aufgelegt, ganz speziell für das Marketing-Procurement. Darüber hinaus haben wir in Zusammenarbeit mit der OWM und dem GWA das Manual "Werbefilme produzieren" herausgebracht (138 S., 28,90 Euro). Hier ist so ziemlich alles dargestellt, was es braucht, um die Mechanismen für die Herstellung eines Werbefilms zu verstehen.

Damit sie nicht den billigsten Film bekommen - sondern den besten.

Tony Petersen war lange Jahre Werbefilmproduzent. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Geschäft vor sechs Jahren ist er nunmehr aktiv im Vorstand der Produzentenallianz/Sektion Werbung und als Präsident des europäischen Dachverbandes CFP-E.


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W&V Leserautor

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