WPP-Gruppe :
Mark Read und Andrew Scott reden Aufspaltungspläne für WPP klein

Seit dem Abschied von Martin Sorrell kursieren Gerüchte, die WPP-Gruppe soll aufgespalten werden. Jetzt glätten die Agentur-COOs die Wogen.

Text: W&V Redaktion

Die beiden WPP-COOs Mark Read und Andrew Scott versuchen mit einem internen Memo die Wogen zu glätten, die der Abschied von Martin Sorrell innerhalb der Agenturgruppe aufwirbelte. Es gebe keine Bestrebungen, das größte Werbeunternehmen der Welt zu filetieren, zitiert The Drum aus der internen Mitteilung.

"Wir glauben nicht, dass das Sinn macht. In einer Welt, wo Kunden schnellere, agilere und integrierte Lösungen brauchen, müssen wir eher näher zusammenrücken, statt auseinander zu rutschen", schreiben die Top-Manager. Nähere Informationen dazu soll es bereits in Kürze geben.

WPP beschäftigt insgesamt 200.000 Mitarbeiter in mehr als 3000 Büros in insgesamt 112 Ländern. Im Markt kursieren Gerüchte, WPP könne seine PR- oder Research-Units von der Gruppe abspalten. 

Zwischenzeitlich bekam WPP laut Informationen vom Guardian auch Post von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA. Sie möchte sich einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Firmenvermögen Martin Sorrell missbraucht haben soll. WPP selbst hat die Untersuchungen gegen Sorrell nach seinem Abschied beendet. Aktionären teilte die Agenturgruppe mit, die Anschuldigungen beträfen nicht relevante Summen. Sorrell selbst beteuert weiterhin seine Unschuld.


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