Fast Food-Gastronomie :
McDonald's erklärt den Burger zum Kunstwerk

Die Agentur Cossette hat für das Jubiläum des Big Mac in Kanada einen Auftritt erdacht, der Mode-Kampagnen kopiert - und parodiert.

Text: Manuela Pauker

Es ist nicht nur ein Burger, Mann. Es ist Kunst.
Es ist nicht nur ein Burger, Mann. Es ist Kunst.

Wie würde ein großes Modehaus eine neue Sonder-Kollektion bewerben? Das hat man sich bei McDonald’s in Kanada überlegt. Nun hat die in Toronto beheimatete Agentur Cossette zum 50-jährigen Jubiläum des Big Mac eine Kampagne vorgelegt, die den Fashion-Zirkus mit seinem galoppierenden Kollaborations-Wahn auf die Schippe nimmt.

Peter Ignazi, Creativ-Chef von Cossette, hatte mit dem Auftritt ein klares Ziel vor Augen: Die Kampagne sollte den Hype um Kampagnen für exklusive Turnschuhe parodieren, etwa die von Adidas verkauften "Yeezy"-Modelle, die in Zusammenarbeit mit Sänger/Rapper Kanye West produziert werden.

Das geht schon damit los, dass der Spezial-Big Mac mit Bacon mit dem beeindruckenden Titel "Big Mac x Bacon Limited Edition Collaboration" daherkommt – auch wenn er natürlich gar nicht so limitiert ist, wie es den Anschein erweckt.

In den durchweg schwarzweiß gehaltenen Spots der Agentur Cossette äußern sich dann Pseudo-Modemacher, Kritiker und Künstler sehr sophisticated über das Angebot. Ein Look-alike von Vogue-Chefin Anna Wintour spricht beispielsweise mit elegantem französischem Akzent über die Anfänge der Burger-Kultur ("It started in the citieeees"). Ein weiterer Kritiker lässt sich darüber aus, was der Big Mac alles lehrt - von der "Togetherness" bis hin zur "Crispyness."

Die Spots wurden während der kanadischen Übertragung des Super-Bowls erstmals gezeigt, ergänzend kam noch eine Outdoor-Kampagne hinzu.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde


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