Kugelschreiber, Küchenrolle, Mülltüten, Telefone, Locher, Stifte – die Liste der Dinge, die aus Plastik bestehen, ist länger als erwartet. Mittlerweile gibt es für sehr vieles eine Alternative. Klingt also zunächst, als wäre es super einfach, die "bösen" Artikel aus dem Alltag zu verbannen. Schnell kommt aber Ernüchterung auf. Denn für viele Dinge gibt es schlicht und ergreifend (noch) keinen Ersatz. Zudem wollen wir natürlich die Plastik-Gegenstände, die bereits da sind, nicht wegschmeißen. Vielmehr sollen Arbeitsmittel weitgehend nachhaltig ersetzt werden.

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Ob am Schreibtisch oder in der Agentur-Küche: In den meisten Büros kann man dem Plastik kaum entkommen.

Die Umsetzung

Wie bereits erwähnt, sind wir noch in der Anfangsphase unseres Planes. Dennoch konnten bereits erste Erfolge gezählt werden. Müsli gibt es bei uns ab sofort nicht mehr aus den einzeln portionierten Packungen, sondern wird selbst zusammengemischt. Dadurch sparen wir nicht nur enorm viel Verpackungsmaterial ein, sondern jeder kann sich sein Frühstück auch genauso zusammenstellen, wie er mag. Außerdem gibt es das Toilettenpapier jetzt mit Bambusverpackung, die gebrandeten Kugelschreiber aus Holz und die Müllbeutel biologisch abbaubar.

Lokale, nachhaltige Unternehmen unterstützen

Richtig cool sind bei uns aber die Getränke geworden. Denn seitdem eine neue Barista-Kaffeemaschine eingezogen ist, haben wir auch den Kaffeebohnen-Hersteller gewechselt. Die Bohnen sind nun vom Unternehmen Bean United. Einem Start-Up aus Oberhaching, das hochwertigen und fair-produzierten Kaffee verkauft, bei dem 2,80 Euro pro Kilogramm an World-Food-Programme der Vereinten Nationen gehen.

Zudem gibt es die Kalt-Getränke seit zwei Wochen nicht mehr von den bekannten, großen Marken, sondern von lokalen Unternehmen. Eizbach ist die erste nachhaltige Getränke-Marke, die jetzt bei uns einziehen durfte. Denn das Angebot der Münchner Marke ist nicht nur eine gesündere Alternative, sondern zudem in Glasflaschen abgefühlt – und eben lokal. Damit sind die Produktionswege kürzer und man unterstützt zusätzlich junge Gründer aus der Nachbarschaft.

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Fairtrade, lokal und plastikfrei – einiges lässt sich ganz leicht durch nachhaltige Produkte ersetzen.

Im nächsten Schritt wird es außerdem ab Ende Juli Fahrräder für alle, die Lust haben ihren Weg zur Arbeit sportlich und umweltfreundlich zu gestalten, geben. OneTwoSocial sponsert Firmenräder, die den Weg zur Arbeit mit dem Auto ersetzen sollen. Damit sind wir nicht nur nachhaltiger, sondern gleichzeitig morgens schon fitter und frischer im Büro.

Herausforderung Kostenfaktor

Drei Wochen nach Start des Projekts "OneTwoPlasticfree" gibt es also bereits erste Erfolge, wenn auch der Weg der Plastikfreiheit noch ein langer sein wird. Und kein einfacher! Denn bei all der Motivation und dem Willen der Umwelt etwas Gutes zu tun, darf der Kostenfaktor hinter dem Projekt nicht außer Acht gelassen werden. Natürlich ist gerade der plastikfreie Einkauf um einige Euro teurer. Zum Vergleich: Toilettenpapier in Bambus-Verpackung gibt es beispielsweise für etwas mehr als 48 Euro bei rund 48 Rollen. Herkömmliches Toilettenpapier gibt es je nach Marke und Sorte bereits für etwa die Hälfte.

Next steps

Als nächstes wollen wir unsere Feel-Good-Managerin Slobo in den Prozess involvieren. Denn bei OneTwoSocial gibt es dreimal die Woche Mittagessen, was für uns alle immer wieder ein Highlight ist. Aber gerade beim Einkauf im Großmarkt sind die meisten Lebensmittel eben auch in Plastik verpackt. Das wollen wir soweit wie möglich vermeiden und schicken deshalb unsere Office Managerin gemeinsam mit Slobo auf eine Mission. Sie gehen in Supermärkte in München, die verpackungsfreies Einkaufen ermöglichen und vergleichen nicht nur die Preise, sondern listen genau auf, was hier erhältlich ist und was nicht. Mehr dazu gibt es im zweiten Teil unserer OneTwoPlasticfree-Reihe.


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W&V Redaktion
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