March for our Lives :
Studenten kapern iPhone-Kampagne für Protest gegen Waffen

2015 warb Apple für die Qualität der Kamera im iPhone 6 mit dem Slogan "Shot on iPhone". Die Plakatkampagne haben zwei Kunststudenten zitiert.

Text: Susanne Herrmann

Zwei Kunststudenten unterstützen die Waffenproteste in den USA, indem sie eine Apple-Kampagne neu interpretieren.
Zwei Kunststudenten unterstützen die Waffenproteste in den USA, indem sie eine Apple-Kampagne neu interpretieren.

Die AR-15 ist so etwas wie die "Lieblingswaffe der Amerikaner" (Stern). Das Sturmgewehr kam in zurückliegenden Amokläufen in den USA zum Einsatz. Etwa als ein ehemaliger Schüler einer Highschool in Parkland, Florida, 17 Menschen erschoss. Seit dieser Massentötung organisieren sich junge US-Amerikaner unter #NeverAgain für strengere Waffengesetze in den USA. Demonstrationen im März standen weltweit unter dem Motto #MarchForOurLives.

Um die Aufmerksamkeit noch stärker auf die "tödliche Macht dieser Kriegswaffe" zu richten, kaperten zwei Studenten der School of Visual Arts, Ji Kim und Andy Koo, die Apple-Kampagne "Shot on iPhone" aus dem Jahr 2015: Dabei hatte die Kameraaqualität des iPhone 6 im Mittelpunkt gestanden. Koo und Kim widmeten den Slogan kurzer ´hand um in "Shot with AR-15". Dazu stellten sie das Logo der Waffenvereinigung NRA und Fotos der zurückliegenden Massentötungen mit dem Sturmgewehr. 

Die ersten Motive platzierten die beiden Studenten zum March for our Lives am 24. März in New York.  Creativity Online zitiert Ji Kim: "Wir haben überlegt, wie wir am besten Aufmerksamkeit für das Thema erregen können." Dabei sei ihnen die Apple-Kampagne eingefallen, da "shot" (geschossen) zwei Bedeutungen habe.

Koo und Kim versuchen nun, ihre Guerilla-Kampagne auf weitere Städte in den USA auszuweiten.