Für Follow Red heißt das nicht zuletzt eine stärkere Fokusierung auf PR- sowie Content Marketing-Aufgben. Bereiche, mit denen die Agentur nach eigenen Angaben zuletzt gut bei Kunden punkten konnte. Gerne für mittelständische Auftraggeber. Ohne langjährige Kunden wie Daimler oder auch Coca-Cola geringschätzen zu wollen. Und gerne auch für Kunden aus dem Btb-Sektor. Schon jetzt arbeitet Follow Red für Firmen wie Continental oder auch Rittal. Bei letzterer in Lead-Funktion. Ein "spannendes Klientel", wie Roth betont. Weiter im Angebot sind Live-Formate wie Roadshows und andere Events, die Botschaften transportieren. Das Geschäft mit einfachen Promotions hingegen läuft aus.

CCO und CFO verlassen die Agentur

Entsprechend wurde jetzt auch die Führungsstruktur angepasst. Niko Skarlatoudis wird in einer Doppelfunktion als COO und CFO alle organisatorischen und kaufmännischen Fragen der Agentur verantworten. Er ersetzt die ausscheidende Petra Schnitzler, die sich bisher um die Finanzen kümmerte. Alex Leuker verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung wichtige Schlüsselkunden und bringt stärker als bisher sein NB-Knowhow ein. Gemeinsam mit Skarlatoudis, Wiese und Roth bildet er die Geschäftsleitung der Agentur. Nicht mehr dabei ist Andrea Vossen. Die bisherige CCO hat die Agentur verlassen. Die Kreation verantwortet nunmehr Carsten Wacker, vorher CD Digital. Markus Schaupp deckt jetzt PR und Content ab. Das Berliner Büro führt Mirko Pahnke-Hein, der vor acht Monaten von der ortsansässigen Eventagentur Insglück gekommen ist.

Von langer Hand geplant war der Umbau nicht, bestätigt Ulrich Roth. Er hatte 2012 Andrea Vossen und Petra Schnitzler von der Messe- und Eventagentur Uniplan in die Geschäftsleitung geholt. Zwei Jahre darauf wurde das Duo am Unternehmen beteiligt. Es sollte mittelfristig die Agentur im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernehmen. Daraus wurde nichts. Offenbar gingen die Vorstellungen hinsichtlich der Struktur wie auch der Ausrichtung der Agentur doch deutlich auseinander. Roth, der lieber die Rolle des Elder Statesman übernehmen wollte, sah sich eigenen Worten zufolge in den vergangenen Monaten eher als Troubleshooter gefordert. Nun ist der Umbau abgeschlossen, gehen die Schwaben wieder in die Offensive.