Als ich 2008 den Sprecherposten übernahm, definierte sich der ADC vor allem als Veranstalter des Wettbewerbs, war nahezu pleite und tief zerstritten. Es kostete viel Kraft und Diplomatie, das zu drehen – aber es gelang. Heute stellen sich ganz andere Aufgaben. Disruption und Transformation einen die Kreativbranche auf der gemeinsamen  Suche nach einem neuen Selbstverständnis, nach neuem Denken und neuen Betätigungsfeldern.  

Der ADC-Wettbewerb – und alle anderen Awards – werden dagegen, seien wir ehrlich, zunehmend irrelevant. Kreative Exzellenz braucht viel eher eine neuartige Plattform für Innovation, Austausch, Co-Working und Wissensvermittlung. Das kann der ADC mit neuen Formaten leisten, wenn er mehr Club als Award ist. Mach den Club zum Club, Heinrich."

Der frühere ADC-Präsident und langjährige Scholz & Friends-Chef Sebastian Turner glaubt:

"Heinrich Paravicini wird den ADC gut machen, solange er keine ungefragten Ratschläge seiner Vorgänger annimmt. Das neue Erscheinungsbild ist ihm auf dem Weg schon einmal gelungen."

Der frühere Club-Präsident Amir Kassaei mochte sich nicht öffentlich zum neuen ADC-Präsidenten äußern. Der weltweite DDB-Kreativchef ist bereits Anfang 2013 aus dem deutschen ADC ausgetreten. (mw/ph)